Festnahmen bei Anti-Putin-Protest in Moskau
Nach dem neuen Massenprotest gegen Fälschungen bei der russischen Präsidentenwahl in Moskau hat die Polizei einen der Oppositionsführer und mehrere Demonstranten wegen "Provokation" festgenommen. Auch in anderen Städten gab es Festnahmen.

Foto © ReutersSergej Udalzow wurde festgenommen
Sergej Udalzow von der Linken Front habe zu einer unerlaubten Versammlung auf einem Platz im Stadtzentrum aufgerufen, teilten die Behörden am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Der Oppositionsführer wurde wegen "Provokation" festgenommen.
Auch mehrere Anhänger Udalzows kamen in Polizeigewahrsam. Bereits während der Kundgebung hatte die Polizei etwa 25 Ultranationalisten festgenommen, die unerlaubt vom Demonstrationsort durch die Stadt marschieren wollten.
Die Sicherheitskräfte hatten angekündigt, hart gegen "Provokationen" durchzugreifen. Zuvor hatten nach Angaben der Opposition etwa 25.000 Menschen friedlich gegen den Wahlsieg von Wladimir Putin bei der Abstimmung vom vergangenen Sonntag protestiert.
In St. Petersburg kam es nach Angaben des kremlkritischen Internetportals kasparov.ru bei einer nicht genehmigten Kundgebung zu Dutzenden Festnahmen. Auch in der drittgrößten Stadt Nischni Nowgorod rund 400 Kilometer östlich von Moskau wurden etwa 60 Regierungsgegner festgenommen, die unerlaubt demonstrierten.













