33 mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer im Jemen getötet
Bei mehreren Luftangriffen auf mutmaßliche Stellungen des internationalen Terrornetzwerks Al-Kaida im Jemen sind mindestens 33 Menschen getötet und 55 weitere verletzt worden. Nach nächtlichen Angriffen in der Provinz Baida im Zentrum des Landes, die laut Augenzeugen von US-Flugzeugen ausgeführt wurden, meldeten Behörden Luftangriffe in der südlichen Provinz Abian durch die jemenitische Luftwaffe.
Einige Gebiete Jemens werden von aufständischen Islamisten kontrolliert, die teils Verbindungen zu Al-Kaida haben. Offiziell hat die US-Regierung keine Luftangriffe im Jemen bestätigt, aber die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte Geheimdokumente, in denen von solchen Angriffen die Rede war.
Die stärksten Angriffe richteten sich in der Nacht auf mutmaßliche Stellungen in Baida. Ein Mitarbeiter der örtlichen Behörden sagte, die Luftangriffe hätten ein Ausbildungslager für jugendliche Extremisten getroffen. Einwohner der betroffenen Bergregion sagten, die Angriffe seien durch US-Flugzeuge erfolgt.
Baida liegt in der Nähe von Al-Kaida-Rückzugsgebieten. Im Jänner beteiligten sich rund tausend islamische Fundamentalisten an einer Offensive in der Provinz. Sie eroberten die Stadt Radah, aus der sie sich aber Ende Jänner wieder zurückzogen.
Die Angriffe der jemenitischen Luftwaffe richteten sich am Samstag auf die Ortschaft Jaar, zwölf Kilometer nördlich von Sinjibar. Dabei wurden nach Angaben der Behörden sechs mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder getötet.
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wurde am Samstagnachmittag in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa erwartet. Er wollte dort mit dem neu gewählten Präsidenten Abd Rabbo Mansour Hadi zusammentreffen. Deutschland ist einer der wichtigsten Geldgeber bei Entwicklungshilfeleistungen für den Jemen. Am Abend wollte Westerwelle dann nach Saudi-Arabien weiterfliegen.












