Russische Beobachter erkennen Putin-Wahl nicht an

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Nach Prüfung der Ergebnisse der Präsidentenwahl in Russland hat die neue Intellektuellenbewegung "Liga der Wähler" den haushohen Sieg von Wladimir Putin nicht anerkannt. Der Wählerwille sei "von systematischen Fälschungen völlig verzerrt" worden, teilte die Vereinigung von Intellektuellen, Künstlern und Journalisten am Mittwoch in Moskau mit. Putins Sprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe zurück.
Der Verlauf der Wahl sei eine "Beleidigung" für die gesamte russische Gesellschaft, so die Liga. Für diesen Samstag kündigte die Opposition eine neue Großkundgebung gegen die Wahl von Putin an. Dann sollen bis zu 50.000 Menschen erstmals unweit des Kremls in Moskau demonstrieren.
"Tausende Hinweise auf gröbste Verstöße" habe die Liga von unabhängigen Beobachtern erhalten, heißt es in einem Wahlbericht der Organisation. Der Wahlkampf sei unfair gewesen, da Putin als Regierungschef Staatsapparat und Staatsmedien zu seinen Gunsten genutzt habe, sagte Sprecherin Olga Batalina. Die Zentrale Wahlkommission widersprach den Vorwürfen.
Die im Jänner gegründete Organisation hatte zu der Präsidentenwahl am Sonntag ein bisher beispielloses Heer von Beobachtern mobilisiert. Zu den Liga-Gründern gehören der populäre Musiker Juri Schewtschuk, der Autor Boris Akunin und die Schriftstellerin Ljudmila Ulizkaja.
Putin habe nach eigenen Zählungen mehrerer unabhängiger Wahlbeobachterorganisationen nur etwa 50 Prozent der Stimmen erhalten, berichtete die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" am Mittwoch. Die Wahlleitung hatte Putin mit 63,6 Prozent den Sieg zugesprochen. Der 59 Jahre alte Ex-Geheimdienstchef will nach zwei Amtszeiten von 2000 bis 2008 nun zum dritten Mal als Präsident regieren. Die Amtseinführung ist für Anfang Mai geplant.












