Netanyahu zweifelt an friedlicher Iran-Lösung

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Der israelische Ministerpräsident Netanyahu bezweifelt, dass im Streit um das iranische Atomprogramm noch eine friedliche Lösung möglich ist. Bisher hätten weder Diplomatie noch Sanktionen Wirkung gezeigt, sagte Netanyahu in Washington. US-Präsident Obama sprach sich hingegen erneut gegen einen Militärschlag gegen den Iran aus.
"Niemand von uns kann es sich leisten, viel länger zu warten", meinte Netanyahu mit Blick auf mögliche militärische Schritte gegen den Iran. Obama hingegen sagte, er setze weiter auf Diplomatie, um das Land davon abzubringen, nukleare Waffen zu bauen.
In dem Atomstreit kam am Dienstag unterdessen etwas Bewegung: Der Iran erklärte sich bereit, der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO nun doch Zutritt zur umstrittenen Militäranlage Parchin zu gewähren. Zugleich schlug die EU-Außenpolitikbeauftragte Ashton dem Iran neue Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm vor.
Bei seinem Besuch in Washington verstärkte Israels Premier Netanyahu den Eindruck, ein Angriff auf die iranischen Atomanlagen stehe kurz bevor. In seiner leidenschaftlichen Rede bei der Jahrestagung der Israel-Lobby ging Netanyahu auch auf den Holocaust ein. 1944 hätten die USA Bitten der jüdischen Lobby abgelehnt, das Vernichtungslager Auschwitz zu bombardieren. "Aber 2012 ist nicht 1944. Die heutige amerikanische Regierung ist anders", rief Netanyahu unter dem Jubel mehrerer Tausend Zuhörer. "Als Ministerpräsident Israels werde ich mein Volk niemals im Schatten der Vernichtung leben lassen." Ein atomar bewaffneter Iran wäre eine Bedrohung für die ganze Region. Zudem würde sich die Gefahr eines nuklearen Terrorismus dramatisch verschärfen. Ein iranischer Atomstaat könne die Welt erpressen, meinte Netanyahu.












