Tschetschenien: Über 99 Prozent der Stimmen für Putin
Die Opposition in Russland wirft Wladimir Putin Wahlbetrug vor. Das Ergebnis in der Unruherepublik Tschetschenien kommt ihnen da gerade recht. Bei einer Wahlbeteiligung von 99,59 Prozent erhielt Putin 99,73 Prozent.

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Überschattet von Betrugsvorwürfen ist in Russland der bisherige Regierungschef Wladimir Putin mit knapp 65 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt worden. Nach Auswertung der Stimmzettel aus knapp 88 Prozent der Wahllokale lag Putin am Sonntagabend gemäß der Wahlkommission mit 64,7 Prozent der Stimmen deutlich vor den anderen Kandidaten. In der unruhigen Kaukasusrepublik Tschetschenien kam Putin bei einer Wahlbeteiligung von offiziell 99,59 Prozent auf 99,73 Prozent der Stimmen, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete.
Putins Rivale von der Kommunistischen Partei, Gennadi Sjuganow, kam mit 17,0 Prozent landesweit auf den zweiten Platz. Sjuganow bezeichnete die Wahl in einer ersten Reaktion im staatlichen Fernsehen als "gefälscht" und "absolut unfair". Weiter abgeschlagen waren der Milliardär Michail Prochorow mit 7,1 Prozent und der Nationalist Wladimir Schirinowski mit 6,3 Prozent. Der Zentrumspolitiker Sergej Mironow kam auf 3,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64 Prozent.
In der Hauptstadt Moskau dürfte das Rennen allerdings deutlich knapper ausgegangen sein. Dort verfehlte Putin mit 49,9 knapp die Hälfte der Wählerstimmen, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtete. Kopf an Kopf um den zweiten Platz lagen Sjuganow und Prochorow mit jeweils 18,4 und 18,3 Prozent. Allerdings waren zunächst erst rund 13 Prozent der Stimmen in Moskau ausgezählt.












