Mazedoniens Präsident bei Bundespräsident Fischer

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Der mazedonische Präsident Gjorge Ivanov hat am Freitag im Rahmen eines Österreich-Besuchs Bundespräsident Fischer in der Wiener Hofburg besucht. Gesprächsthemen des Treffens waren die wirtschaftlichen Beziehungen sowie die Annäherung Mazedoniens an die EU. Auch der Streit zwischen Mazedonien und dem Nachbarn Griechenland über den Staatsnamen "Republik Mazedonien" wurde erörtert.
Fischer habe außerdem auf die bürokratischen Schwierigkeiten des niederösterreichischen Energieversorger EVN in Mazedonien hingewiesen. Das börsennotierte Unternehmen EVN hat eine mazedonische Tochter. Im Vorjahr war ein langer schwelender und auch vor Gericht ausgetragener Konflikt mit staatlichen Stellen beigelegt worden. Der staatliche Energieversorger ELEM hatte von der EVN Geld gefordert - für angeblich unbezahlte Rechnungen des früheren Versorgers ESM, den die Niederösterreicher 2006 erworben hatten.
Mazedonien, das 2001 nach mehrmonatige Kämpfe der Sicherheitskräften mit albanischen Extremistengruppen dank eines EU-vermittelten Abkommens an einem Bürgerkrieg vorbeigeschrammt ist, ist als einzige Teilrepublik ohne Blutvergießen aus Jugoslawien hervorgegangen. Trotzdem steckt das Zwei-Millionen-Einwohner-Land seit Jahren auf seinem Weg in die EU fest: Seit 2005 besitzt es den Status eines Beitrittskandidaten, Beitrittsverhandlungen wurden bisher aber nicht aufgenommen. Grund ist die Blockade Griechenlands, das den offiziellen Staatsnamen Mazedoniens mit Blick auf mögliche territoriale Ansprüche auf seine gleichnamige Provinz sowie das Kulturerbe um Alexander des Großen ablehnt und auf einem anderen Namen besteht. Mazedonien wurde deswegen auch bisher nicht in die NATO aufgenommen, in der UNO sitzt es als FYROM (Frühere Jugoslawische Teilrepublik Mazedonien). Österreich setzt sich für den Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen ein.












