EU-Skepsis in Österreich groß

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42 Prozent der Österreicher sind der Ansicht, dass es für ihr Land zur Zeit nicht gut sei, der EU anzugehören. Laut einer IMAS-Umfrage bewerten 29 Prozent die Mitgliedschaft als positiv, ebenso viele sind unentschieden. 39 Prozent meinen, dass die EU rasch eine gemeinsame Wirtschafts- und Außenpolitik betreiben soll, ebenso viele finden aber, dass zuerst das eigene Land kommen müsse.
Drei Viertel der Befragten denken, dass die wirtschaftliche Zukunft Österreichs stark vom Schicksal der Europäischen Union abhängt. Wohl nicht zuletzt deshalb sehen es 48 Prozent positiv, dass die EU strenge Maßnahmen gegen das Schuldenmachen beschlossen hat. An ein baldiges Ende der Krise und eine rasche Lösung für die Finanzprobleme der Mitgliedsstaaten glauben allerdings nur zwölf Prozent.
28 Prozent sähen es gerne, wenn die westlichen Industriestaaten innerhalb der EU ein "Kerneuropa" bilden würden, dem auch Österreich angehört. Soweit, zugunsten einer europäischen Einheit auf Souveränitätsrechte zu verzichten, würden aber nur 16 Prozent gehen. 36 Prozent halten es für einen Fehler, osteuropäische Länder aufgenommen zu haben. 37 Prozent fürchten, dass künftig nur die "Großen" wie Deutschland oder Frankreich bestimmen werden, was in Europa geschieht. Ein Viertel erachtet eine gemeinsame Verfassung für dringend notwendig.
31 Prozent finden, dass die Europäer zu unterschiedlich seien, um wirklich zusammenwachsen zu können. Nur etwas mehr als ein Fünftel erwartet, dass die Gemeinschaft einmal trotz aller Anfangsschwierigkeiten für alle Mitglieder mehr Vorteile als Nachteile bieten werde. 19 Prozent glauben sogar an ein Zerbrechen der EU sowie daraus resultierend schwere Spannungen und Konflikte zwischen den Staaten.













