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Zuletzt aktualisiert: 27.02.2012 um 14:53 UhrKommentare

Kurz will besseres Zuwanderer-Willkommensservice

Bis jetzt gebe es keine bundesweite, institutionalisierte Erst-Kontaktaufnahme, sondern lediglich regionale, unterschiedliche Angebote, bemängelt Integrationsstaatssekretär Kurz.

Foto © APA

Integrationsstaatssekretär Kurz will in Österreich ein besseres Service für Neu-Zuwanderer etablieren. Bis jetzt gebe es keine bundesweite, institutionalisierte Erst-Kontaktaufnahme, sondern lediglich regionale, unterschiedliche Angebote. Anhand von Best-Practice-Beispielen sollen deshalb österreichweite Mindeststandards für die Gemeinden und Städte erarbeitet werden, erklärte Kurz am Montag.

"Bei Integration ist nicht nur entscheidend, dass sie geschieht, sondern auch wann", nämlich von Anfang an, stellte der Staatssekretär fest. In Unternehmen sei eine Vorstellungsrunde für Neuzugänge selbstverständlich, man müsse sich deshalb die Frage stellen, wie der Staat Österreich mit Zuwanderern umgeht.

Auch erwarte man sich von neuen Mitbürgern, dass sie Kultur und Werte hierzulande akzeptieren und annehmen. Der unabhängige Expertenrat für Integration erarbeitet deshalb eine "Rot-Weiß-Rot"-Fibel, um die Wertvorstellungen bestmöglich zu vermitteln. "Wir wollen mittelfristig einen ordentlichen Integrationsbogen spannen", von der österreichischen Botschaft im Drittland bis hin zur gelungenen Integration, so Kurz.

Die Tagung "Integration vom Anfang an" bot deshalb Gelegenheit für einen ersten Erfahrungsaustausch. Vorgestellt wurde dabei etwa die "Willkommensbox" aus Graz, das Projekt "zusammen leben" aus Hohenems, das Wiener Integrationskonzept oder das Willkommenskonzept aus Hamburg. Gefallen gefunden hat der Staatssekretär auch an flächendeckenden Informationszentren für Zuwanderer. "Klare Regeln, was die Zuwanderung betrifft sind nötig. Aber wie man mit jemandem umgeht, der zuwandern darf, da gibt es noch viel Luft nach oben", meinte der Staatssekretär.

Nach Österreich wanderten im Jahr 2010 laut Kurz 114.000 Personen zu, 80.000 bis 90.000 von ihnen verließen das Land wieder. Die Netto-Zuwanderung belief sich somit auf knapp 28.000 Personen.


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