Saleh wieder in den Jemen zurückgekehrt

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Der ehemalige jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist nach einem kurzen Aufenthalt in den USA zur medizinischen Behandlung wieder nach Hause zurückgekehrt. Dies berichtete der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen Sprecher der jemenitischen Botschaft in Washington.
Der langjährige Vizepräsident Abed Rabbo Mansur Hadi soll am Samstag vor dem Parlament seinen Amtseid als Staatschef ablegen. Das berichtete das jemenitische Nachrichtenportal "Marib Press". Hadi löst Saleh ab, der 33 Jahre lang an der Macht war. Saleh war nach Massenprotesten zurückgetreten.
Der Vorsitzende der obersten Wahlkommission, Mohammed Hussein al-Hakimi, sagte in der Hauptstadt Sanaa, etwa 65 Prozent der registrierten Wähler hätten sich an der Abstimmung am vergangenen Dienstag beteiligt. Davon hätten etwa 99 Prozent für Hadi gestimmt. Allerdings war Hadi auch als einziger Kandidat ohne Konkurrenten angetreten. Das hatten die bisherige Regierungspartei Allgemeiner Volkskongress und die wichtigsten Oppositionsparteien beschlossen, um weitere Konflikte zu vermeiden.
Hadi soll lediglich für zwei Jahre als Übergangspräsident im Amt sein. Dann sind erneut Wahlen geplant, bei denen dann mehrere Kandidaten antreten sollen. Im Wahlkampf hatte Hadi rasche Reformen versprochen. Vorgesehen ist auch, dass die zahlreichen Verwandten von Langzeitherrscher Saleh Armee, Geheimdienst und Polizei verlassen müssen. Die Wahl am Dienstag war von Gewalt im Süden und in einigen Bezirken im Nordwesten überschattet gewesen.
Saleh hatte im November offiziell seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Im Gegenzug wurden ihm Immunität und Straffreiheit garantiert. Gegen diese Regelung laufen einige Gruppierungen im Jemen seit Monaten Sturm. Bei einem Anschlag Anfang Juni 2011 hatte Saleh schwere Verletzungen erlitten.












