Atomexperten erneut in Teheran

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Im Konflikt mit dem Iran unternimmt die Internationale Atomenergiebehörde IAEO einen neuen Anlauf für eine diplomatische Lösung. Nur drei Wochen nach dem letzten Besuch will ein hochrangiges Expertenteam in Teheran Auskunft über das umstrittene iranische Atomprogramm erhalten. Der Iran wiederum begann am Montag angesichts israelischer Angriffsdrohungen ein Manöver zur Verteidigung von Atomanlagen.
Die IAEO-Experten unter Leitung von Chefinspektor Nackaerts wollen von den Vertretern der iranischen Atomorganisation und des Sicherheitsrats der Regierung vor allem Zusagen für künftige Treffen und Überprüfungen erhalten. Dabei geht es um Zugang zu Dokumenten, Wissenschaftlern und verdächtigen Anlagen wie Parchin südöstlich von Teheran. In der weitläufigen Militärzone soll jener Metallbehälter stehen, in dem möglicherweise Versuche mit nuklearen Raketensprengköpfen simuliert wurden.
Der Westen verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Nach einem im November vorgelegten IAEO-Bericht soll der Iran mindestens bis 2010 an Atomwaffen gearbeitet haben. Teheran hat seit 2008 Fragen der IAEA zu seinem Atomprogramm unbeantwortet gelassen. Die Führung in Teheran hat eine militärische Ausrichtung stets bestritten, die Forschungsprojekte dienten ausschließlich zivilen Zwecken.
Unterdessen begannen die iranischen Streitkräfte ein viertägiges Manöver zur Verteidigung von Atomanlagen. Die Übungen im Süden des Landes sollten das Militär auf mögliche Angriffe vorbereiten, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Irna. Ein Angriff würde die israelische Luftwaffe nach Einschätzung von Militärexperten auf eine sehr harte Probe stellen. Die Piloten müssten mehr als 1.600 Kilometer über feindliches Gebiet fliegen, unterwegs in der Luft auftanken, die iranische Luftabwehr überwinden und mehrere unterirdische Nuklearanlagen gleichzeitig angreifen, schrieb die "New York Times". Israel müsste für den Einsatz nach Einschätzung von US-Sicherheitsexperten mindestens 100 Flugzeuge auf den Weg schicken.












