Neue Partei PDF will bei NR-Wahl 2013 antreten
Die neu gegründete "Partei der Freiheit" - kurz PDF - will die politische Landschaft Österreichs aufmischen und bei der Nationalratswahl 2013 antreten. Ein Dorn im Auge ist der Bewegung vor allem der hiesige Staatsapparat. Das Themenspektrum der "harten Forderungen" reicht von einer Halbierung des Staates samt Kündigung von 150.000 Beamten über die Straffreistellung von Cannabis.
Die Grundlinien des Parteiprogramms erläuterte Bundesparteiobmann Mathias Bruckner am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Die PDF plädiert außerdem für einen Ausstieg Österreichs aus dem Kyoto-Protokoll, was dem Land eine Milliarde Euro jährlich ersparen würde, rechnete Bruckner vor. Die Argumentation von wegen CO2-bedingtem Klimawandel sei "ollas a Bledsinn", adressierte der Neo-Parteichef an die "Protagonisten der Klimalüge". Die Einführung einer Flat Tax und die Straffreistellung der aktiven Sterbehilfe stehen ebenfalls auf der PDF-Agenda. Außerdem gehörten "Verschwendungspolitiker in den Knast", machte Bruckner kurzen Prozess.
"Der Staat ist das kälteste aller Ungeheuer", ließ der stellvertretende Parteiobmann Helmut Stubner aufhorchen. "Österreich kommt mir vor wie eine Softpornovariante der DDR", ließ er seinem Unmut mit geballter Faust freien Lauf. Hinsichtlich der Frage der Finanzierung seiner Partei versicherte Bruckner, man werde sich nicht aus den Trögen der Steuerzahler bedienen. "Wir sind auch auf der Suche nach größeren Sponsoren", zeigte sich der Parteichef heute alles andere als unoriginell bei der monetären Aufstellung. Mitgliedsbeiträge und Spenden sollen darüber hinaus für entsprechende Liquidität sorgen.
Ein Teil der PDF-Mannschaft wurde aus dem blau-orangen Lager rekrutiert. So fusionierte das bisherige "Freie Bündnis Zukunft" (FBZ), ein Wiener Ableger des BZÖ, mit der Partei der Freiheit. Bruckner war bis dato FBZ-Obmann, sein nunmehriger Stellvertreter Stubner ebenfalls im Bündnis vertreten. Stubner war noch vor seinem FBZ-Engagement stellvertretender BZÖ-Obmann in der Bundeshauptstadt. Einen ersten Mandatar präsentierte die neue Bewegung heute mit Norbert Zwatz ebenfalls. Dieser wiederum war bis vor kurzem FPÖ-Bezirksrat in Hietzing, bevor er von der blauen Landespartei ausgeschlossen wurde.













