Bahrain weist US-Anwältinnen aus
Bahrain hat unmittelbar vor dem Jahrestag des Arabischen Frühlings zwei US-Aktivistinnen ausgewiesen. Die Menschenrechtlerinnen wurden nach Angaben der schiitischen Wifak-Gesellschaft bereits am Sonntag mit Handschellen in ein Flugzeug gesetzt und abgeschoben. Die bahrainischen Behörden erklärten, die Anwältinnen hätten den Grund ihres Besuchs bei der Einreise nicht wahrheitsgemäß angegeben.
Beide Frauen seien nach Bahrain gereist, um die Pro-Reform-Bewegung bei ihren Demonstrationen am Dienstag zu unterstützen, hieß aus Oppositionskreisen. Am 14. Februar 2011 begann der Aufstand gegen die Herrscherfamilie der Golfmonarchie.
Festgenommen wurde nach Angaben der Opposition auch eine prominente Bloggerin. Sainab al-Khawaya habe gemeinsam mit anderen Demonstranten versucht, auf den von Sicherheitskräften gesperrten zentralen Perlenplatz zu gelangen, dem Symbol für den Aufstand. Die Pro-Reform-Bewegung will am Dienstag die Massenproteste des vergangenen Frühjahrs wieder aufflammen lassen.
Die Protestbewegung und die Oppositionsparteien fordern von König Hamad bin Issa Al-Khalifa demokratische Reformen. Die Mehrheit der Bevölkerung und der Oppositionsparteien in Bahrain sind Muslime schiitischer Glaubensrichtung. Die Herrscherfamilie gehört der sunnitischen Minderheit an. Nach Oppositionsangaben starben seit Beginn der Erhebung mehr als 60 Menschen.













