Weitere Kämpfe in Syrien vor Liga-Krisentreffen
Vor dem Treffen der Arabischen Liga sind in vielen Regionen Syriens neue Kämpfe zwischen Regime-Truppen und der Opposition ausgebrochen. Die Zentren des Protests standen am Samstag weiter unter Beschuss. Landesweit meldeten Aktivisten mehr als 30 Tote, darunter zahlreiche Zivilisten. Die meisten Opfer waren aus Homs. In Damaskus wurde ein hochrangiger Militärvertreter des Regimes erschossen.
Die Arabische Liga sucht weiter nach einer Lösung. Der deutsche Außenminister Westerwelle kündigte eine neue Sanktionsrunde der EU an. Die Arabische Liga kommt am Sonntag zu neuen Beratungen über die Krise zusammen. Dabei wird es auch um ein Dokument gehen, dass Saudi-Arabien nach dem Scheitern einer Resolution im Weltsicherheitsrat der UNO-Vollversammlung vorlegen will. Wie der US-Fernsehsender CNN am Freitagabend berichtete, wird in dem dreiseitigen Papier die Verletzung von Menschenrechten durch das syrische Regime scharf verurteilt.
Beraten müssen die Arabischen Staaten außerdem über die Zukunft ihrer Beobachtermission. Nachgedacht wird über eine gemeinsame Mission mit den UNO.
In Syrien ging das Blutvergießen weiter. Nahe der Hauptstadt Damaskus hätten sich Regierungstruppen Gefechte mit Deserteuren geliefert. Auch aus Al-Kusair an der syrisch-libanesischen Grenze wurden Kämpfe gemeldet. Der türkische Außenminister Davutoglu geht nach Berichten türkischer Medien davon aus, dass inzwischen etwa 40.000 syrische Armeeangehörige fahnenflüchtig sind.
Auch die Protesthochburg Homs stand erneut unter massivem Beschuss. Von den landesweit mindestens 46 Toten kamen nach Angaben aus Oppositionskreisen die meisten aus Homs. In Damaskus wurde zudem ein hochrangiger Offizier erschossen.
Aus dem Irak drangen unterdessen nach Regierungsangaben in Bagdad gewaltbereite Islamisten nach Syrien ein. Zudem gebe es einen regen Waffenschmuggel nach Syrien. Die Waffen würden überwiegend von Bagdad aus in die nördliche Provinz Niniwe gebracht und dort von Familienclans auf beiden Grenzseiten nach Syrien geschmuggelt.













