Fortdauerndes Blutvergießen in Syrien

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In Syrien sind bei erneuten Kämpfen zwischen der Armee und Gegnern des Regimes nach Angaben von Aktivisten am Samstag mindestens 26 Menschen getötet worden. In der Stadt Homs kamen demnach 20 ums Leben, sechs weitere im Umland von Damaskus. Nahe der Hauptstadt hätten sich Regierungstruppen Gefechte mit Deserteuren geliefert.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete, kündigte das Innenministerium in Damaskus am Samstag an, den "Terrorismus auszulöschen" und "diejenigen zur Strecke zu bringen, die die Sicherheit des Landes und der Bürger aufs Spiel setzen".
Am Freitag waren in Syrien mindestens 90 Menschen getötet worden, darunter 28, die nach offiziellen Angaben einem Doppelanschlag in Aleppo zum Opfer fielen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden in Aleppo 235 Menschen verletzt.
Die EU-Außenbeauftragte Ashton forderte Präsident Assad zum Rücktritt auf. "Ich bin über die Massaker der syrischen Armee an der eigenen Bevölkerung in Homs zutiefst erschüttert", sagte Ashton der Zeitung "Welt am Sonntag". Die extreme Gewalt müsse aufhören. Die EU werde mit der Arabischen Liga an einer Lösung arbeiten.
Auch aus Al-Kusair an der syrisch-libanesischen Grenze wurden Kämpfe gemeldet. "Syrische Truppen nehmen Al-Kusair seit dem frühen Morgen unter schweren Beschuss, weil dorthin viele Aktivisten und Deserteure aus Al-Khalidiya und Baba Amro (in der Stadt Homs) geflohen sind", sagte der Aktivist Abu Raad.Wegen der Medienblockade ist eine unabhängige Überprüfung der Berichte aus Syrien nicht möglich.
Bei einer Konferenz in Wien kritisierten Oppositionelle die Rolle des Iran und Russlands bei den Unruhen in Syrien. Die Lage der Regimegegner werde nicht nur durch das Veto Russlands gegen eine Syrien-Resolution im UNO-Sicherheitsrat erschwert, sondern vor allem durch die militärische Hilfe der beiden Staaten. "Russland liefert Panzer an das Regime, der Iran schickt Soldaten nach Syrien", sagte die bekannte Aktivistin Suheir al-Atassi bei dem Treffen.













