Argentinien beschwert sich bei UNO über London
30 Jahre nach dem Falklandkrieg will sich Argentinien beim UNO-Sicherheitsrat über Großbritannien beschweren. Die UNO-Mission in New York bestätigte am Donnerstag, dass das Land am Freitag offiziell eine "Militarisierung des Südatlantiks" beim mächtigsten UNO-Gremium beklagen wolle. Grund ist unter anderem die Entsendung des Lenkwaffenzerstörers "HMS Dauntless" in den Südatlantik.
Wegen der Beschwerde ist extra der argentinische Außenminister Hector Timerman nach New York gereist, der die Klage beim Präsidenten des Rates, in diesem Monat Togos UN-Botschafter Kodjo Menan, persönlich vorbringen wolle. Zuvor soll Timerman noch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon treffen.
Argentinien hatte am 2. April 1982 die seit 1833 von Großbritannien verwalteten Falklandinseln im Südatlantik besetzt. Nach einem Krieg von zweieinhalb Monaten eroberten die Briten die Inselgruppe zurück. Bei den Kämpfen und der Versenkung mehrerer Schiffe waren fast 1.000 Menschen getötet worden.













