Russischer Botschafter wusste nichts von FPÖ-Besuch
Der russische Botschafter in Österreich, Sergej Netschajew, wusste nichts von der Tschetschenien-Reise der FPÖ. Berichte, dass es rund 300 Agenten Kadyrows in Österreich gebe, wies der Botschafter zurück, diese seien "Märchen".

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Der russische Botschafter in Österreich, Sergej Netschajew, wusste nichts von der Reise einer FPÖ-Delegation unter Leitung des freiheitlichen Vize-Parteichefs Johann Gudenus beim Statthalter Moskaus in Tschetschenien, Ramsan Kadyrow. Der Besuch sei "eine selbstständige Aktion" im Rahmen normaler interregionaler Kontakte gewesen, sagte Netschajew in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" (Freitag-Ausgabe).
"Wir haben Kontakte zu allen legitimen politischen Kräften Österreichs. Ich wusste nichts von der Reise. Ich weiß nicht, wie sie zustande kam", sagte der Botschafter. Die FPÖ-Abgeordneten seien mit Diplomatenpässen gereist und mit diesen sei die Einreise nach Russland Visa-frei. Netschajew wies darauf hin, dass auch eine offizielle Mission des Innenministeriums im Herbst 2011 festgestellt habe, dass sich die Situation in Tschetschenien stabilisiert habe.
Berichte, dass es rund 300 Agenten Kadyrows in Österreich gebe, wies der Botschafter zurück. "Lassen Sie diese Märchen von den Kadyrow-Agenten in Österreich! Ich habe darüber nie offizielle Informationen erhalten." Er betrachte diese Angaben als "Science Fiction".
Netschajew verteidigte die russische Politik gegenüber Syrien. Der syrische Staatschef Bashar-al Assad sei nach einem Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrows in Damaskus bereit gewesen, die Gewalt zu beenden und sich mit der Opposition an den Verhandlungstisch zu setzen. Die Oppositionellen seien dazu jedoch nicht bereit gewesen, so der Botschafter. "Die Appelle der Weltgemeinschaft sollten an alle Parteien in diesem Konflikt gerichtet werden. Wir können nicht nur Assad die Schuld zuschreiben. Es gibt keine schuldlosen Lämmer in diesem Konflikt."












