Vier oö. Gemeinden für Verwaltungsgemeinschaft
Die Fusion zur Stadt Aist ist vorerst vom Tisch, die oberösterreichischen Gemeinden Pregarten, Wartberg, Hagenberg und Unterweitersdorf im Bezirk Freistadt streben aber eine Verwaltungsgemeinschaft an. Bis zum Sommer soll ein Regelwerk für eine mögliche Zusammenarbeit stehen, gaben die vier Bürgermeister am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Linz bekannt.
Pregarten und Wartberg hatten im Vorjahr die Idee aufgebracht, mit Hagenberg zu einer Stadt zu fusionieren, und konkrete Einsparpotenziale präsentiert. Die Hagenberger Bürgermeisterin Kathrin Kühtreiber konnte mit den Plänen nichts anfangen, die Einwohner der Gemeinde stimmten ebenfalls mehrheitlich dagegen. Auch für den Unterweitersdorfer Ortschef Wilhelm Wurm ist eine Zusammenlegung "derzeit kein Thema". Eine Verwaltungsgemeinschaft, die das Land finanziell fördern würde, hingegen kann er sich vorstellen.
Die gemeinsame Region Untere Feldaist - kurz RUF - biete jedenfalls einen spannenden Mix aus landschaftlicher Schönheit, Internationalität wegen des Softwareparks Hagenberg, mit der Bruckmühle in Pregarten "einen der stärksten kulturellen Hotspots in Oberösterreich" sowie ein großes wissenschaftliches und wirtschaftliches Netzwerk, so die Verantwortlichen. Aufgrund des "immensen Know-hows" im tertiären Bildungsbereich schwebt Kühtreiber ein "Alpbach des Kongresstourismus" samt neuem Hotel vor. Auch die Idee eines "virtuellen Gemeindeamtes" gibt es.
Wurm brachte zum Thema Sparen den Vorstoß, das Verhältnis Gemeinderäte und Bevölkerungszahl zu überdenken und neu zu regeln. Unterweitersdorf hat die Grenze von 1.900 Einwohnern überschritten und müsste nach der nächsten Wahl 2015 die Mandatare von 19 auf 25 erhöhen. Alle örtlichen Parteiobleute seien sich einig, dass man mit der aktuellen Zahl das Auslangen finde, berichtete Wurm. Auch die übrigen Bürgermeister können sich nach eigener Aussage eine Reduktion vorstellen.












