SPD kündigte auch Wahlkampfhilfe in Frankreich an

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Nach der Wahlkampf-Unterstützung der deutschen Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel für den französischen Präsidenten Sarkozy hat die stellvertretende SPD-Vorsitzende Kraft Wahlkampfhilfe für dessen sozialistischen Herausforderer Hollande angekündigt. Die SPD werde die französischen Sozialisten "natürlich" an Ort und Stelle im Wahlkampf unterstützen, sagte Kraft der "Rheinischen Post".
Gegenseitige und grenzüberschreitende Unterstützung sei in der "Familie der europäischen Sozialdemokratie immer eine Selbstverständlichkeit" gewesen. Der Einsatz Merkels für Sarkozy werde eher den Sozialisten helfen, mutmaßte Kraft.
Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Jürgen Trittin, kritisierte die Wahlkampfhilfe Merkels. Mit ihrem Einsatz für einen Präsidenten, "der mit dem Rücken zur Wand steht", schade Merkel den deutsch-französischen Beziehungen, sagte Trittin den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Wenn Merkel gemeinsam mit Sarkozy ein Interview gebe, dessen demokratischem Mitbewerber Hollande aber ein Treffen verweigere, verletze sie die für eine Bundeskanzlerin gebotene Neutralität.
Merkel hatte am Montag bei einem gemeinsamen Fernsehinterview mit dem französischen Präsidenten ihre Wahlkampfhilfe für Sarkozy verteidigt. Der CDU-Generalsekretär Gröhe hatte zuvor gemeinsame Wahlkampfauftritte von Merkel mit Sarkozy angekündigt, der noch nicht offiziell Präsidentschaftskandidat ist. Dies war zuletzt auch innerhalb der schwarz-gelben Koalition in Berlin auf Vorbehalte gestoßen. Hollande liegt in Umfragen seit Monaten deutlich vor Sarkozy.













