Rechtsterroristin als Brandstifterin überführt

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Ein kriminaltechnisches Gutachten hat in Deutschland die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe offenbar als Brandstifterin von Zwickau überführt. Chemiker des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen hätten in Zschäpes Socken Rückstände nachgewiesen, die höchstwahrscheinlich von Benzin stammten, berichtete das Magazin "Focus".
Auch in Resten der ausgebrannten Wohnung, etwa in Teppichen, Sitzpolstern und im Holzfußboden, habe der Experte Spuren von Benzin gefunden. Die Socken waren laut "Focus" am 8. November sichergestellt worden, nachdem Zschäpe sich freiwillig bei der Polizei gemeldet hatte. Die 37-Jährige soll nach dem Tod ihrer Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November die Wohnung des Trios angezündet haben, um Beweise zu vernichten. Laut Bundesanwaltschaft bildeten die drei Rechtsradikalen die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), die für mindestens zehn Morde verantwortlich sein soll.
Ein vom Bundeskriminalamt (BKA) rekonstruiertes Adressbuch, das als "Feindesliste" angelegt und das in der ausgebrannten Wohnung des Neonazitrios gefunden worden war, enthält dem Bericht zufolge die Namen von Gegnern der rechtsextremen NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) und ranghohen Ermittlern von Polizei und Verfassungsschutz.
Das Zwickauer Neonazi-Trio Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe soll für die Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin verantwortlich sein. Auch zwei Bombenattentate in Köln 2001 und 2007 und mehrere Banküberfälle sollen auf ihr Konto gehen. Böhnhardt und Mundlos hatten sich Anfang November selbst getötet. Die einzige Überlebende des Trios, die 37-jährige Zschäpe, sitzt in Untersuchungshaft und schweigt. Fünf weitere mutmaßliche Unterstützer des Trios sitzen in Untersuchungshaft.













