Finanzamt in Kairo in Flammen
Die Gewalt in Ägypten nimmt kein Ende. In der Nacht auf Sonntag wurde das Finanzamt in Kairo in Brand gesetzt.

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Auch am Wochenende ist es in Ägypten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Das Finanzamt in Kairo wurde in der Nacht auf Sonntag in Brand gesetzt, wie das Staatsfernsehen berichtete. Teile des Gebäudes brannten lichterloh. Bei den seit vier Tagen andauernden Protesten gegen die Regierung kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben.
Es war damit eine der blutigsten Wochen seit Beginn des Aufstandes gegen den früheren Präsidenten Mubarak. Ausgelöst wurde die jüngste Gewalt durch die Krawalle in einem Fußballstadion am Mittwoch, bei denen mehr als 70 Menschen getötet wurden. International sorgt die neue Welle der Gewalt für Beunruhigung. Es wird befürchtet, dass die Lage außer Kontrolle geraten könnte.
Schneller Wandel gefordert
In Ägypten fordern immer mehr Menschen einen schnelleren Wandel. Eine Beratergruppe des Militärrates schlug vor, die Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahlen zu beschleunigen. Demnach soll die Nominierung von Kandidaten bereits ab 23. Februar möglich sein und nicht erst Mitte April. Damit wäre eine Wahl bereits im April oder Mai möglich.
Unterdessen wurde auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel erneut ein Anschlag auf die Gaspipeline nach Israel verübt. Westlich der Küstenstadt Al-Arish sei es zu einer Explosion gekommen, berichteten Augenzeugen sowie das Staatsfernsehen Sonntagfrüh. Von Al-Arish aus waren die Flammen zu sehen. Die Gasversorgung war unterbrochen. Seit dem Sturz von Mubarak sind mindestens zwölf Anschläge auf die Pipeline zwischen Ägypten und Israel verübt worden.













