USA und NATO beenden Afghanistan-Kampfeinsatz 2013

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Die USA wollen ihren Kampfeinsatz in Afghanistan vor Ende 2013 beenden und dann nur noch eine unterstützende Rolle für die afghanischen Sicherheitskräfte spielen, kündigte US-Verteidigungsminister Panetta am Mittwoch an. NATO-Generalsekretär Rasmussen bekräftigte am Donnerstag in Brüssel, dass auch die Militärallianz ihren Einsatz 2013 beenden will.
"Die Transition wird im Verlauf des Jahres 2012 fortgesetzt und wir erwarten, dass die letzten Provinzen an die afghanischen Sicherheitskräfte bis Mitte des Jahres 2013 übergeben werden", sagte Rasmussen vor Beginn eines Treffens der NATO-Verteidigungsminister. "Ab diesem Zeitpunkt wird sich die Rolle unserer Kampftruppen nach und nach von Kampfeinsätzen zur Unterstützung ändern." Es sei allerdings "von entscheidender Bedeutung, dass dieser Rollenwechsel abgestimmt vor sich geht".
Afghanistan reagierte überrascht auf die Ankündigung Panettas. "Die Entscheidung, dies ein Jahr vorzuziehen, wirft die gesamten Planungen für die Übergangsphase über den Haufen", hieß es in afghanischen Regierungskreisen. Damit müssten alle Vorbereitungen drastisch beschleunigt werden. Die afghanische Regierung sei nicht im Voraus informiert worden. "Wenn sich die USA aus den Kämpfen zurückziehen, wird das sicher Konsequenzen für unsere Bereitschaft, Ausbildung und die Ausrüstung der Polizei haben", hieß es.
In Brüssel beraten die NATO-Verteidigungsminister unter anderem über den Einsatz in Afghanistan und die Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte. Panetta nimmt an dem zweitägigen Treffen teil.
Panettas Ankündigung erntete auch Kritik von Obamas möglichen Gegner im Rennen um die Präsidentschaft, dem Republikaner Mitt Romney. "Warum in aller Welt präsentiert man den Leuten, gegen die man kämpft, den Tag des Abzugs auf dem silbernen Tablett?", erklärte er. "Das ergibt überhaupt keinen Sinn".
Einem US-Militärbericht zufolge gehen die radikal-islamischen Taliban davon aus, dass sie künftig wieder das Land beherrschen werden. Eine Rückkehr der Taliban nach dem Abzug der ISAF wäre ein politischer Rückschlag für die internationale Gemeinschaft, die Milliarden dafür ausgegeben hat, die Taliban zu stürzen und ein demokratisches System in dem Land zu etablieren.













