Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in Äthiopien

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Benins Staatschef Thomas Boni Yayi ist neuer Vorsitzender der Afrikanischen Union. Die Staats- und Regierungschefs der 54 Mitgliedstaaten stimmten am Sonntag bei ihrem Gipfeltreffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba für den Präsidenten des westafrikanischen Landes. Bisher hatte der Staatschef von Äquatorialguinea, Teodoro Obiang Nguema, den Posten inne.
Der Vorsitz der AU ist vor allem mit repräsentativen Aufgaben verbunden und wechselt jährlich zwischen den afrikanischen Staatschefs. Wer künftig das politisch gewichtigere Amt des Präsidenten der AU- Kommission innehält, wird am Montag entschieden. Die frühere südafrikanische Außenministerin Nkosazana Dlamini-Zuma, Ex-Frau von Südafrikas Präsident Jacob Zuma, will Amtsinhaber Jean Ping aus Gabun herausfordern.
Offizielles Hauptthema des zweitägigen Gipfels ist der innerafrikanische Handel. Dieser macht allerdings nur rund zehn Prozent des Handelsvolumens der Länder aus.
Auch politische Konflikte auf dem Kontinent dürften Thema zahlreicher Gespräche am Rande des Gipfels sein - etwa die Lage im bürgerkriegsgeplagten Somalia, wo eine 10.000 Mann starke Friedenstruppe der Afrikanischen Union die schwache Übergangsregierung bei ihrem Kampf gegen radikale Islamisten unterstützt. Auch der Konflikt zwischen dem Sudan und dem Südsudan, bei dem es unter anderem um die Erdöl-Förderung geht, dürfte die Gipfelteilnehmer beschäftigen.
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon ermahnte die Staats- und Regierungschefs in seiner Rede, die Rechte Homosexueller zu respektieren. In vielen afrikanischen Staaten werde Diskriminierung aufgrund von sexuellen Neigungen "ignoriert oder gar gebilligt".
Das AU-Gipfeltreffen findet im neuen AU-Hauptquartier in Addis Abeba statt, das komplett von China finanziert wurde. Der erst am Samstag offiziell übergebene elegante Gebäudekomplex kostete 200 Millionen Dollar und wurde in weniger als zweieinhalb Jahren erbaut.












