Dutzende Tote bei Anschlag im Irak

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Ein Selbstmordattentäter hat am Freitag in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 31 Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 60 Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt, als sich der Täter in einem mit Sprengstoff beladenen Taxi in die Luft sprengte. Damit erreichte die neue Serie von Attacken gegen Schiiten im Irak einen weiteren Höhepunkt.
Seit dem Abzug der US-Truppen Ende Dezember eskaliert der Machtkampf infolge von Versuchen des schiitischen Regierungschefs Maliki, die politischen Vertreter der Sunniten zu verdrängen.
Der Anschlag ereignete sich im schiitischen Stadtteil Saafaraniya im Südwesten Bagdads. Zum Zeitpunkt der Explosion passierte ein Trauerzug für einen schiitischen Immobilienmakler die Stelle, wie Polizisten und Sanitäter berichteten. Ziel des Anschlags sei möglicherweise aber auch eine nahe gelegene Polizeiwache gewesen. Am Vortag waren zehn Menschen in der Stadt Mussayab durch einen Sprengstoffanschlag auf ihr Haus ums Leben gekommen.
Die Regierung macht sunnitische Extremisten für die Taten verantwortlich. Seit Beginn des Jahres sind 320 Menschen bei Anschlägen im Irak getötet worden - mehr als doppelt so viele wie im Jänner des vergangenen Jahres.
Die extremistische Sunniten-Gruppe "Honein" drohte den Schiiten am Freitag mit "Strömen von Blut" und nannte die Regierung eine Marionette des Iran. Unmittelbar nach dem Abzug der amerikanischen Truppen hatte Maliki den sunnitischen Vizepräsidenten Hashemi beschuldigt, Terroranschläge und Morde in Auftrag gegeben und finanziert zu haben. Aufgrund einer fragwürdigen Aussage erließen Richter einen Haftbefehl gegen den Vizepräsidenten. Hashemi, der sich in den kurdischen Norden abgesetzt hat, bestreitet die Vorwürfe. Maliki hat von den Kurden Hashemis Auslieferung verlangt, was diese ablehnen.












