Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
27. Mai 2012 06:54 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332937 Mitglieder | 176 online
Entsetzen über Massaker in Syrien Medwedew löste Putin als Parteichef ab Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Entsetzen über Massaker in Syrien Medwedew löste Putin als Parteichef ab
Zuletzt aktualisiert: 26.01.2012 um 21:01 UhrKommentare

Abmarsch: Deutschland beschließt Afghanistan-Abzug

Nach zehn Jahren zieht sich die deutsche Bundeswehr Schritt für Schritt aus dem Land am Hindukusch zurück. Der Einsatz hat bisher 52 deutschen Soldaten das Leben gekostet, "aber der Einsatz war richtig", so Verteidigungsminister Thomas de Maizière.

Seit zehn Jahren ist die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz

Foto © ReutersSeit zehn Jahren ist die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz

Nach zehn Jahren Afghanistan-Einsatz kann der Abzug der deutschen Bundeswehr beginnen. Mit großer Mehrheit stimmte der Bundestag am Donnerstag der erstmaligen Reduzierung der deutschen Soldaten am Hindukusch von bisher maximal 5.350 auf 4.900 zu. Bis Jänner 2013 soll die Truppenstärke um weitere 500 Soldaten verringert werden. In der 15. Bundestagsabstimmung über den Afghanistan-Einsatz seit 2001 votierten 74,5 Prozent der Abgeordneten mit Ja und damit mehr als vor einem Jahr. Damals waren 72,5 Prozent für die Mandatsverlängerung. Neben der Koalition steht auch der größte Teil der SPD-Abgeordneten hinter dem Einsatz. Von den Grünen kamen dagegen überwiegend Enthaltungen und Nein-Stimmen. Ihnen geht die Truppenreduzierung nicht weit genug. Die Linke lehnt den Bundeswehreinsatz als einzige Fraktion grundsätzlich ab und fordert einen sofortigen Abzug.

"Der Einsatz war richtig"

Bis 2014 soll der Kampfeinsatz der Nato ganz beendet werden. Anschließend sollen aber deutsche Soldaten noch zu Ausbildungszwecken in Afghanistan bleiben. Vor der Entscheidung des Bundestags zog die Regierung eine positive Zwischenbilanz des Einsatzes. "Afghanistan ist heute kein 'sicherer Hafen' mehr für den internationalen Terrorismus", sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) der Nachrichtenagentur dpa. Bei der Sicherheitslage gebe es Fortschritte, der Wiederaufbau sei vorangekommen. "Gleichwohl ist klar: Die Arbeit ist noch nicht getan. Der Weg zu dauerhaftem Frieden und Aussöhnung in Afghanistan ist noch lang." Auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière verteidigte die vor zehn Jahren getroffene Entscheidung, die Bundeswehr nach Afghanistan zu schicken. "Vorher weiß man oft nicht, was ein solcher Einsatz an Geld und Blutzoll kostet. Aber der Einsatz war richtig", sagte der CDU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin".

Westerwelle plädierte für einen behutsamen Abzug. "Wir dürfen weder das bisher Erreichte noch die Sicherheit unserer Truppen aufs Spiel setzen", sagte er der dpa. Der Minister bekräftigte, dass die internationale Gemeinschaft Afghanistan auch nach 2014 nicht im Stich lassen werde. Beim Nato-Gipfel in Chicago im Mai werde diese Zusage weiter konkretisiert. "Neben weiterer Hilfe beim Wiederaufbau geht es da vor allem um die fortzusetzende Unterstützung bei der Finanzierung und Ausbildung der afghanischen Armee. Bei all dem werden auch wir Deutsche verantwortlich unseren Beitrag leisten."

Anpassung an die aktuelle Sicherheitslage

Auf die Frage, ob der Kampfeinsatz 2014 auch dann endet, wenn Afghanistan wieder im Bürgerkrieg zu versinken droht, sagte Westerwelle: "Selbstverständlich werden wir bei allem, was wir tun, die Lageentwicklung vor Ort genauestens berücksichtigen." Man werde aber alles dafür tun, dass Afghanistan nicht erneut im Chaos versinke und wieder Rückzugsort für internationale Terroristen werde. Auch de Maizière gab als Ziel aus: "Wenn wir weg sind, darf nichts gefährdet werden von dem, was wir aufgebaut haben."


KLEINE.tv

Neue Bewegung in der Causa Lieserschlucht-Radweg

Seit Jahren wird im Bezirk Spittal an der Drau über eine Radweg-Lösung z...Bewertet mit 5 Sternen

 

US-Wahl 2012

Reuters

Obama oder seine republikanischen Kontrahenten - wer kann die Wahl zur US-Präsidentschaft für sich entscheiden?

Griechenland in der Krise



Politik im Bild

Faymann trifft Dalai Lama zum Frühstück in Wien 

Faymann trifft Dalai Lama zum Frühstück in Wien

 

Sparpaket

Wen es trifft und was es kostet: Alle Details zum Sparpaket.

 

Steirische Strukturreform

APA

Die steirische Landesregierung plant ab 2012 eine große Strukturreform: Gemeinde und Bezirke sollen zusammengelegt werden, die Expositur in Bad Aussee wird aufgelöst.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang