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Zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 um 15:21 UhrKommentare

Zustimmung der Österreicher zum Euro sinkt

Foto © APA

Die Zustimmung der Österreicher zur Einheitswährung Euro sinkt. Laut einer Umfrage im Auftrag der EU-Kommission lag die Zustimmung in Österreich zu Jahresende 2011 bei 58 Prozent gegenüber 64 Prozent im Vorjahr. Ebenso gesunken ist das Vertrauen in das Krisenmanagement der Europäischen Union. Die Zustimmung der Österreicher zum Euro ist im EU-Schnitt immer noch vergleichsweise hoch.

Die Entwicklung ist aber im Gegensatz zum EU-Trend negativ. Im europäischen Durchschnitt stieg die Zustimmung zur Einheitswährung nämlich laut Eurobarometer zwischen Herbst 2010 und Jahresende 2011 von 51 auf 56 Prozent, in Österreich sank sie im selben Zeitraum von 64 Prozent auf 58 Prozent. Zugleich ist auch die Überzeugung, die EU steuere mit ihrem Krisenmanagement in die richtige Richtung, von 43 Prozent auf 41 Prozent gesunken.

Im EU-Durchschnitt ist das Vertrauen in die EU-Politik damit jedoch noch vergleichsweise hoch. EU-weit glauben laut Umfrage nämlich nur mehr 38 Prozent, dass die EU in die richtige Richtung steuert - gegenüber 46 Prozent im Vorjahr.

Die EU-Kommission will im neuen Jahr "von der Kultur der Reaktion zu einer Kultur der Aktion" zurückkehren, erklärte der Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, Richard Kühnel, am Dienstag in Wien in einem Pressegespräch. 2011 sei ein Jahr der Reaktion gewesen, in dem viele grundlegende Beschlüsse gefallen seien und das Krisenmanagement im Vordergrund stand. 2012 könnte sich grundlegend davon unterscheiden und zum "Jahr der Aktion" werden, meinte Kühnel. "Dabei geht es um die Wiedergewinnung des Primates der Politik und des Vertrauens der Bürger", erklärte er.

Oberste Priorität der EU-Kommission ist und bleibt weiterhin die Wirtschaft, wobei neben den Konsolidierungsmaßnahmen deutliche Impulse für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung gesetzt werden sollen. Dazu gehören laut Kühnel beispielsweise stärkere Selbstbeschäftigung, höhere Mobilität der Arbeitskräfte und eine steuerliche Entlastung des Faktors bereit.

Quelle: APA

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