Offenbar mehrere Tote bei Explosion in Syrien

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In Syrien werden die Zusammenstöße zwischen Regime und Opposition immer blutiger. Bei neuen Gewaltexzessen nahe der Grenze zur Türkei kamen am Samstag nach Angaben von Aktivisten mehr als 30 Menschen ums Leben. Allein 14 Menschen starben bei einem Bombenanschlag auf einen Gefangenentransport in der Provinz Idlib.
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, Terroristen hätten ein Polizeifahrzeug, in dem die Gefangenen transportiert wurden, auf einer Schnellstraße angegriffen. Mehrere Sprengkörper seien zur Explosion gebracht worden. Auch sechs Polizisten wurden den Angaben nach verletzt. Die syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte in London berichtete ebenfalls über einen solchen Zwischenfall. Es sei unklar, wer hinter der Tat stecke, hieß es.
Auch heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Deserteuren aus der syrischen Armee wurden aus der Grenzregion gemeldet. Ein Regime-Gegner aus der Provinz sagte der Nachrichtenagentur dpa während eines Telefonats, dass dabei mindestens neun fahnenflüchtige Soldaten getötet wurden. Angeblich kamen auch mehr als 25 Regime-Soldaten ums Leben. Von offizieller Seite wurde die Zahl aber zunächst nicht bestätigt. Syrische Sicherheitskräfte nahmen den Angaben nach offenbar vier Verwandte von Hussein Harmush fest, dem Mitbegründer der "Freien Syrischen Armee" der Deserteure.
Die Arabische Liga denkt inzwischen über das weitere Vorgehen in dem Konflikt nach, nachdem eine vierwöchige Beobachtermission das Blutvergießen nicht beenden konnte. Die Liga wollte am Wochenende über den abschließenden Bericht der Beobachtermission beraten. Syriens Opposition kündigte an, dem eine eigene Darstellung entgegenzusetzen. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Umfeld führender Regime-Gegner erfuhr, rechnen die Aktivisten damit, dass sich in dem offiziellen Bericht nicht alle Angriffe der Regierungstruppen auf Demonstranten wiederfinden.













