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Zuletzt aktualisiert: 20.01.2012 um 20:51 UhrKommentare

"Die wollen die Landwirtschaft bluten sehen"

Arbeitnehmer, Bauern und Unternehmer stellen Forderungen, machen Zugeständnisse. Sie wollen ihre Fraktionen bei den Verhandlungen stärken, Schlimmeres für ihre Leute verhindern.

Foto © Maksym Protsenko/Fotolia.com

Die Bundesregierung ringt darum, das Budgetdefizit zu senken - und redet öffentlich so wenig wie möglich darüber. Das gibt den anderen Mitspielern die Möglichkeit, ihr Terrain abzustecken, zu versuchen, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen und ihrer jeweiligen Fraktion in den Verhandlungen den Rücken zu stärken.

Gewerkschaft und AK brachten sich in Stellung

Am Freitag waren zum Beispiel Gewerkschaft und Arbeiterkammer am Zug. Sie trommelten 400 Funktionäre in Wien zusammen und brachten ihre bekannten Positionen in einer Resolution zu Papier. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas freute sich über den "Rückenwind", man würde "Seite an Seite für soziale Gerechtigkeit und sozialen Frieden kämpfen".

"Die wollen die Landwirtschaft bluten sehen"

Der schwarze Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich kritisierte, dass die eigentlich überparteiliche AK im Auftrag der SPÖ ständig die Bauern quäle: "Die wollen die Landwirtschaft bluten sehen", sagte er. Er und andere Bauernvertreter meldeten sich am Freitag aus Berlin zu Wort. Mit Zugeständnissen wollen sie das Schlimmste verhindern. Eine ähnliche Strategie ließ tags zuvor auch ÖBB-Boss Christian Kern erkennen.

Wirtschaft und Industrie bekräftigten in einer Pressekonferenz, dass es mit ihnen keine neuen Steuern geben werde. "Wir sind Kämpfer", sagte Peter Haubner vom ÖVP-Wirtschaftsbund. Und die Autofahrer versuchten, sich mit dem offenen Brief Gehör zu verschaffen. Der rote Autofahrerklub ARBÖ warnte vor einer Erhöhung der Mineralölsteuer - auch das ist Verhandlungsposition der SPÖ.


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