Frankreichs Außenminister trifft in Burma Suu Kyi

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Hohe Anerkennung für Burmas unerschrockene Opposition: Die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi erhielt von Frankreichs Außenminister Alain Juppe einen der wichtigsten Staatsorden des Landes. Juppe überreichte die Ehrenlegions-Auszeichnung am Sonntag bei einem Besuch in dem asiatischen Land, wie Mitarbeiter in Paris bestätigten.
Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte die Oppositionspolitikerin und Menschenrechtlerin in der vergangenen Woche als mutige Kämpferin für Demokratie und Freiheit bezeichnet und die Ordensverleihung angekündigt. Die 66-jährige Suu Kyi hatte unter der Militärdiktatur jahrelang unter Hausarrest gestanden.
Juppe will an diesem Montag zudem Burmas Präsident Thein Sein treffen. Dieser verfolgt einen überraschend deutlichen Reformkurs und hatte am Freitag auf einen Schlag Hunderte politische Häftlinge freigelassen. Man habe von der Oppositionspartei NLD eine Liste mit 600 politischen Gefangenen erhalten, kommentierten am Samstag Behördenvertreter. 430 von ihnen seien auch von der Regierung als politische Häftlinge eingestuft. 128 hätten jedoch andere Verbrechen verübt und seien deshalb von der Amnestie ausgenommen worden.
Burma wurde bis März 2011 über Jahrzehnte vom Militär regiert. Seitdem ist eine zivile Regierung mit Duldung der Armee im Amt. Sie hat aber eine nach Einschätzung westlicher Regierungen vielversprechende Wandlung eingeleitet. Seitdem wird Burma auch bei Touristen beliebter. Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi hatte vor Jahren zu einem Boykott des Landes aufgerufen, der viele Reisende von einem Urlaub in Burma abhielt. Sie zog den Appell im vergangenen Jahr zurück.












