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Zuletzt aktualisiert: 09.01.2012 um 12:50 UhrKommentare

Athens Regierung warnt: "Haben keine Zeit mehr"

Foto © APA

Die Krise Griechenlands wird immer prekärer. "Wir müssen jetzt handeln. Wir haben keine Zeit mehr", drängte der griechische Regierungssprecher Pantelis Kapsis am Montag im griechischen Fernsehen. Die Griechen müssten noch härtere Sparmaßnahmen in Kauf nehmen. "Anders geht es nicht", sagte er. Athen hinkt bei der Umsetzung der geforderten Sparmaßnahmen für weitere Milliardenkredite hinterher.

Die Kontrolleure der internationalen Geldgeber Athens werden ab kommenden Montag in Athen erwartet, um die Sparfortschritte zu überprüfen. Offen sind weitere Finanzhilfen für Griechenland, um eine Pleite des Landes abzuwenden. Das betrifft die ursprünglich für Dezember geplante siebente Tranche von fünf Milliarden Euro aus dem ersten Hilfspaket als auch das zweite geplante Rettungspaket von 130 Mrd. Euro. Spekuliert wird in griechischen Medien, ob der Termin von der sogenannten "Troika" des Internationalen Währungsfonds (IWF), Europäischen Zentralbank (EZB) und EU-Kommission verschoben wird, weil Athen bei den Einsparungen im Rückstand ist.

Der griechische Ministerpräsident, Finanzexperte Lucas Papademos, will deshalb diese Woche mit allen Parteivorsitzenden sprechen, die seine Regierung unterstützen. Er will ihnen die dramatische Lage schildern und ihre Unterstützung einfordern, um die neuen Sparmaßnahmen durchs Parlament zu bringen. Papademos wird von den zwei größten griechischen Parteien, den Sozialisten und den Konservativen, sowie einer kleinen rechtsgerichteten Partei unterstützt.

"Die anderen Europäer wollen uns 130 Milliarden Euro geben. Es ist doch logisch, sie fordern, dass wir uns da anstrengen und mitmachen", sagte Regierungssprecher Kapsis. Vor der Ankunft der "Troika" gab es Informationen, dass die Geldgeber weitere harte Sparmaßnahmen fordern. Darunter sollen auch Kürzungen im privaten Sektor sein.

Quelle: APA

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