Sprachliche Frühförderung - Kritik aus Salzburg

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Kritik am Entwurf einer 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zur sprachlichen Frühförderung für Kinder kommt nun aus Salzburg. Das Land ist mit dem Finanzierungsmodell nicht einverstanden und beklagt außerdem, dass man im Vergleich zur vorigen Vereinbarung weniger Geld bekomme. Nicht vollends zufrieden sind auch Kärnten, der Gewerkschaftsbund (ÖGB), die Kinderfreunde und die Caritas.
Ziel ist es laut Entwurf, Kinder zwischen drei und sechs Jahren, die über mangelnde Deutschkenntnisse verfügen und "insbesondere jene mit nicht-deutscher Muttersprache", in Kinderbetreuungseinrichtungen so zu fördern, dass sie mit Eintritt in die Volksschule die Unterrichtssprache nach einheitlichen Deutschstandards möglichst beherrschen. Die Regierung hatte 2011 die Mittel für die sprachliche Frühförderung - von 2008 bis 2010 fünf Mio. Euro jährlich - auslaufen lassen. Integrationsstaatssekretär Kurz konnte für 2012 bis 2014 schließlich jährlich fünf Mio. Euro herausschlagen, wobei jeder Euro von den Ländern verdoppelt werden muss.
Genau das stört das Amt der Salzburger Landesregierung: Es wird gefordert, vom Modell der Kofinanzierung Abstand zu nehmen. Ähnlich das Amt der Kärntner Landesregierung: Die vorgesehene Kofinanzierung zwischen Bund und Land "im Verhältnis eins zu eins hätte zu entfallen, da diese Vorgabe auch bei der vorangegangenen Sprachförderung nicht vorgesehen war."
Außerdem weist Salzburg darauf hin, dass die Messbarkeit des Erfolgs der Fördermaßnahmen problematisch sei. Laut Entwurf habe das Land den für das jeweilige Kalenderjahr vom Bund angewiesenen Betrag zurück zu erstatten, wenn ein negatives Evaluierungsergebnis vorliegt. Im pädagogischen Bereich könne aber keine Erfolgsgarantie abgegeben werden. Auch dem ÖGB ist unklar, wie "ein Erfolg" der Sprachförderung gemessen werden soll.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Steiermark wies darauf hin, dass die Intention, die geforderten Mindestziele in einem Kindergartenjahr zu erreichen, "kaum zu bewältigen" sei und nicht zuletzt sowohl Kinder als auch Kindergartenpädagogen massiv unter Druck setzen würde. Für die Caritas ist nicht geklärt, "in welcher Form der zu erwartende zusätzliche Zeitaufwand der Pädagoginnen abgegolten wird".













