Slowenien: Pahors Krankheit lässt die Ärzte rätseln
Der 48-jährige Sozialdemokrat Borut Pahor befindet sich wegen einer schweren Mittelohrentzündung bereits seit drei Wochen im Krankenhaus in Laibach, wo er sich mehrmals operieren lassen musste. Seine traditionelle Neujahrsansprache gab es heuer nur in Form einer Audiobotschaft.

Foto © APA Ministerpräsidenten Borut Pahor liegt seit drei Wochen im Krankenhaus
In Slowenien wächst die Sorge um den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Borut Pahor. Der 48-Jährige befindet sich wegen einer schweren Mittelohrentzündung bereits seit drei Wochen im Krankenhaus Ljubljana, wo er sich bereits zwei Operationen unterziehen musste. Die Spekulationen über seinen Gesundheitszustand wurden zum Jahreswechsel weiter angefacht, als Pahor seine traditionelle Neujahrsansprache nur in Form einer Audiobotschaft verbreiten ließ. Die Ärzte rätseln weiterhin über die Ursache der Erkrankung. Es handle sich um eine untypische Entzündung, berichtete der Vorstand der HNO-Klinik des Laibacher Krankenhauses, Miha Zargi. Möglicherweise hat sich Pahor im Sommer während seines Indien-Besuchs infiziert, wo er auch ein Kinderkrankenhaus besucht hatte.
Pahor hat zu lange gewartet
Obwohl er sich schon zwei Wochen lang schlecht fühlte, entschloss sich Pahors erst am 12. Dezember zum Gang ins Krankenhaus. "Er hat zu lange mit dem Beginn der Behandlung zugewartet", sagte Zargi. Deswegen sei es bei der Behandlung zu Komplikationen gekommen. Nachdem eine Antibiotika-Therapie nicht anschlug, wurde Pahor am Mittelohr operiert. Am 20. Dezember verließ er auf eigenen Wunsch das Krankenhaus, um an der konstituierenden Sitzung des Parlaments teilzunehmen. Am Heiligen Abend musste er dann aber wieder das Spital aufsuchen, wo er dann neuerlich operiert wurde. Im vierstündigen Eingriff wurden ihm sämtliche Mittelohrknochen sowie die geschwollene Schleimhaut entfernt.
Nach Angaben der Ärzte hat sich Pahors Gesundheitszustand nach der Operation verbessert, doch wird er auch die erste Jänner-Woche im Spital bleiben müssen. Er höre wieder besser und habe keine Probleme mit dem Gleichgewichts, auch der Gesichtsmuskel sei nicht beeinträchtigt worden, betonte die HNO-Ärztin Saba Battelino. Laut Zargi hat der passionierte Sportler auch schon den Wunsch nach körperlicher Betätigung geäußert. Davon habe er ihm aber dringend abgeraten, zumal er diesbezüglich auch schon zum Zeitpunkt, als er schon erkrankt war, "übertrieben" habe.












