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Zuletzt aktualisiert: 26.12.2011 um 13:40 UhrKommentare

Vor Eintreffen der Arabischen Liga Kämpfe in Homs

Foto © APA

In der syrischen Oppositionshochburg Homs sind am Montag bei Zusammenstößen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Wie Aktivisten der Nachrichtenagentur dpa sagten, stand insbesondere der Stadtteil Baba Amro seit den frühen Morgenstunden unter heftigem Beschuss. Unterdessen wurde das Eintreffen von Beobachtern der Arabischen Liga in Syrien erwartet.

Mehr als 40 Menschen seien verletzt worden, viele von ihnen seien in einem kritischen Zustand. Die Syrische Beobachterstelle in London hatte zuvor von 13 Toten und 120 Verletzten berichtet. Dort liefern sich Regierungstruppen und Gegner von Präsident Bashar al-Assad seit Wochen heftige Gefechte. Seit drei Tagen ist nach Angaben von Beobachtern eine Offensive der Regierungstruppen in Gang, bei der es Dutzende Tote gegeben haben soll. Regimegegner berichteten, die Armee habe mehrheitlich von Oppositionellen bewohnte Stadtteile beschossen. Teile der Stadt werden nach Oppositionsangaben von der aus Deserteuren bestehenden Free Syria Army verteidigt, die die Zivilisten dort schützen will. In der belagerten Stadt soll nach Angaben von Aktivisten bereits das Essen knapp werden.

Für Montag wurde das Eintreffen eine Gruppe von 50 Diplomaten und Experten der Arabischen Liga in Damaskus erwartet. Am Dienstag wollen sich die arabischen Beobachter persönlich einen Überblick über die Lage in Homs verschaffen. Am Donnerstag war ein erstes Vorausteam eingetroffen. Bis Ende des Monats soll die Zahl der Beobachter auf 150 anwachsen. Ihre Aufgabe ist es, den Abzug der syrischen Armee aus den Städten und die Freilassung politischer Gefangener zu überwachen. Durch den Friedensplan der Arabischen Liga soll die Gewalt beendet werden.

Nach UNO-Schätzungen sind seit Beginn des Aufstands im März gegen Assad mehr als 5.000 Menschen getötet worden. Unabhängige Berichterstattung über den Konflikt ist nicht möglich, da das Regime keine ausländischen Journalisten einreisen lässt und strenge Zensur ausübt. Am Montag waren im syrischen Fernsehen nur friedliche Szenen aus Homs zu sehen.

Quelle: APA

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