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Zuletzt aktualisiert: 22.12.2011 um 14:56 UhrKommentare

Uni-Autonomie: Mehr Mitsprache der Politik für Rektoren undenkbar

Eine klare Absage haben die Uni-Rektoren SP-Unterrichtsministerin Claudia Schmied mit ihrer Forderung nach mehr Einfluss auf die autonomen Universitäten erteilt. Autonomie sei nicht verhandelbar.

Foto © APA

"Die Autonomie ist für uns nicht verhandelbar, und zwar in keiner Art und Weise", betonte der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger, gegenüber der APA. "Autonomie, die politisch beliebig zurückgerufen oder ausgestaltet werden kann, ist einfach keine Autonomie."

Mehr politischer Einfluss würde für ihn bedeuten, dass die Unis Spielball der Parteipolitik würden, so Schmidinger. "Was das für die Universitäten bedeutet, erleben wir gerade jetzt. Siehe Studienbeiträge, Studienplatzfinanzierung. Da bleiben die Universitäten aufgrund des parteipolitischen Hickhacks auf der Strecke."

Bereits genug Einfluss

Die Politik hat aus Schmidingers Sicht außerdem ohnehin bereits Mitspracherecht durch die Leistungsvereinbarungen, in denen das Wissenschaftsministerium seine Wünsche und Forderungen einbringen kann. "Dort ist der Platz, wo Gestaltungsmöglichkeit seitens des Bundes gewährleistet ist." Auch mit der Hochschulkonferenz, die mit dem Hochschulplan ins Leben gerufen werden soll, soll der Bund Gestaltungsmöglichkeiten bekommen. "Ich glaube, das ist Einfluss genug, auch für den Staat als Eigentümer."

Dass die Unis laut Schmied vier Monate lang "leer stehen" weist Schmidinger ebenfalls zurück. Er habe den Eindruck, dass Schmied die Unis ausschließlich an der Ausbildung messe. "Sie stehen nicht leer. In diesen Monaten erfolgen ganz wesentliche Teile der Forschung, die unterm Jahr nicht stattfinden können. Gerade in Fächern mit sehr vielen Studierenden ist es unterm Jahr nicht möglich, seriöse Forschung zu machen. Wenn wir das jetzt auch noch abdrehen würden, frage ich mich schon, was man von Universitäten überhaupt noch haben will."

Auch den Vorwurf mangelnder Effizienz der Unis im Umgang mit ihrem Budget kann Schmidinger "überhaupt nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: Ich halte ihn offen gesagt für zynisch. Auf der einen Seite mutet man uns in manchen Bereichen einen Massenbetrieb zu und gibt uns überhaupt keine Möglichkeit, damit fertig zu werden, sei es durch Zugangsregelungen oder durch entsprechende finanzielle Ausstattung, und auf der anderen Seite sagt man, wir wären nicht effizient." Angesichts dessen, was den Unis in den vergangenen Jahren "zugemutet" worden sei, sei es sogar "mehr als bemerkenswert", dass sie immer noch so gute Ergebnisse in der Forschung und der Ausbildung erbrächten.


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