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    Zuletzt aktualisiert: 19.12.2011 um 18:47 UhrKommentare

    Rajoy mit radikalem Sparhaushalt für Spanien

    Foto © APA

    Spanien steht vor harten Zeiten: Der designierte Ministerpräsident Mariano Rajoy hat eine radikale Sparpolitik angekündigt. Seine Regierung werde die Zahl der freien Tage reduzieren, einen Einstellungsstopp für den öffentlichen Dienst verhängen und eine Reihe von Behörden auflösen, sagte der konservative Politiker am Montag bei der Vorlage seines Programms im Madrider Parlament.

    Rajoy bezeichnete die wirtschaftlichen Perspektiven der kommenden Monate als "denkbar düster". Er will bei seinen Einsparungen nur die Pensionisten verschonen. Die Pensionen sollten zum Jahresbeginn 2012 um die Inflationsrate angehoben werden. "Dies wird der einzige Ausgabe-Posten sein, bei dem es eine Erhöhung geben wird", sagte der künftige Regierungschef. In allen anderen Bereichen solle der Rotstift angesetzt werden. Er plane aber keine Steuererhöhungen.

    Der künftige Regierungschef kündigte für das kommende Jahr Einsparungen von 16,5 Milliarden Euro im Staatshaushalt an. Damit solle sichergestellt werden, dass Spanien seiner Verpflichtung bei der EU zur Senkung des Budgetdefizits auf 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nachkomme. Zapatero hatte mit seinem großen Sparpaket im Mai 2010 das Defizit um 10,0 Milliarden Euro reduziert.

    Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bezeichnete der 56-jährige PP-Parteichef als dramatisch. Die Zahl der Arbeitslosen bezifferte er auf 5,4 Millionen, die Arbeitslosenrate auf 23 Prozent. "Wir müssen unsere Kräfte darauf konzentrieren, neue Arbeitsplätze zu schaffen."

    Um die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Wirtschaft zu steigern, wolle seine Regierung die freien "Brücken-Tage" zwischen Feiertagen und Wochenenden abschaffen. Dazu sollten die Festtage - mit Ausnahme der wichtigsten Feiertage - jeweils auf den nächsten Montag verlegt werden.

    Mehrere staatliche Einrichtungen sollten umstrukturiert oder ganz abgeschafft werden, kündigte Rajoy an. Im öffentlichen Dienst solle - mit Ausnahme der Sicherheitskräfte und anderer wichtiger Behörden - ein Einstellungsstopp gelten.

    Quelle: APA

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