Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
24. Mai 2013 06:26 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Neuer Generalstabschef will Wehrdienst reformieren Rafsanjani kritisierte Irans Führungsriege scharf Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Neuer Generalstabschef will Wehrdienst reformieren Rafsanjani kritisierte Irans Führungsriege scharf
Zuletzt aktualisiert: 19.12.2011 um 17:06 UhrKommentare

"Tiefstes Beileid" mit Sorgenfalten

Zeit seines Lebens war Nordkorea mit Kim Jong-il ein schwer kalkulierender Faktor in Asien. Nicht einmal die Chinesen konnten dem "kleinen Bruder" zu hundert Prozent vertrauen. Nach dem Tod des Diktators blickt Peking mit Sorge nach Nordkorea.

Chinas Staatschef Wen Jiabao mit Kim Jong-il

Foto © ReutersChinas Staatschef Wen Jiabao mit Kim Jong-il

Mit einer Mischung aus sozialistischen Brudergrüßen und heimlicher Sorge um die Stabilität an seiner Grenze hat China auf den Tod des nordkoreanischen Herrschers Kim Jong-il reagiert. Offiziell sprach das Pekinger Außenministerium am Montag dem koreanischen Volk sein "tiefstes Beileid" aus. China lobte die "wichtigen Beiträge zur Entwicklung des Sozialismus", die der "Genosse Kim Jong-il" geleistet habe, sagte ein Sprecher. In Gesprächen mit chinesischen Nordkorea-Experten und politischen Beobachtern in Peking war aber klar erkennbar, dass der Machtwechsel in Pjöngjang in Peking mit ähnlich großer Sorge verfolgt wird wie im Rest der Region.

Lage ist schwierig einzuschätzen

China teilt eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit Nordkorea und wünscht daher keine Unruhen in seinem Nachbarland. Auch die militärischen Drohgebärden und nuklearen Ambitionen Pjöngjangs verfolgt Peking mit Unbehagen. Er hoffe, dass Nordkorea weiterhin einen "positiven Beitrag zum Erhalt des Friedens und der Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und der Region" leisten werde, sagte ein Sprecher der chinesischen Regierung am Montag in seiner erste Kondolenzbotschaft nach dem Tod Kim Jong-ils. "Sicherlich ist China wegen einer möglichen Instabilität in Nordkorea besorgt," sagte die Nordkorea-Expertin Yu Yingli vom Shanghaier Institut für Internationale Studien am Montag. Obwohl China enge Beziehungen zu seinem Nachbarn pflege, sei es auch für seine Politiker nicht einfach, die Situation in dem "sehr abgeriegelten Land" klar einzuschätzen, sagte Yu der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich wie überall in der Welt fragt man sich kurz nach dem Tod Kim Jong-ils auch in China, ob die von ihm noch zu Lebzeiten eingeleitete Übergabe der Macht an seinen jüngsten Sohn Kim Jong-un von allen Teilen des Machtapparats in Pjöngjang unterstützt wird. "Ich würde schätzen, dass die Beamten, die seinem Vater gedient haben, künftig unter seiner Kontrolle stehen werden", sagte die Nordkorea-Expertin über den angeblich nicht einmal dreißigjährigen Jong-un. Das genaue Alter ist nicht bekannt. Aber ob es so komme, sei derzeit noch "ein wenig unklar", fügte Yu hinzu.

Heizöl für den kleinen Bruder

Chinas Verhältnis zu Nordkorea hat sich in den vergangenen Jahren sehr ambivalent entwickelt. Einerseits fühlt sich die kommunistische Parteielite in Peking dem sozialistischen Bruderland historisch verbunden. 1950 strömten Millionen chinesischer Soldaten über die Grenze, um Nordkorea im Krieg gegen Südkorea und die USA zu helfen. China ist der größte Handelspartner Nordkoreas. Vor allem seine Heizöl- und Nahrungsmittellieferungen sind von vitaler Bedeutung für das verarmte Land, in dem eine große Hungersnot herrscht.

Andererseits hat China nach den Atombombentests Nordkoreas in den Jahren 2006 und 2009 Sanktionen der Vereinten Nationen mitgetragen, mit denen Kim Jong-il für die nuklearen Drohungen gemaßregelt werden sollte. Allerdings ist die chinesische Führung dagegen, den internationalen Druck auf das Regime in Pjöngjang zu sehr zu erhöhen. Zu groß ist die Angst vor Flüchtlingsströmen aus dem Nachbarland infolge Armut, Hunger und Unterdrückung.


KLEINE.tv

Lokalaugenschein im Sulmtal

Das Kraftwerk an der Schwarzen Sulm ist sehr umstritten. Bauherr Peter M...Bewertet mit 3 Sternen

 

Politik im Bild

Terror von London: Soldat getötet 

Terror von London: Soldat getötet

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang