Obama: "Willkommen daheim"
Mit einer bewegenden Rede vor heimgekehrten Soldaten hat US-Präsident Barack Obama am Mittwoch das Ende des Irakkriegs markiert und den Truppen für ihren Einsatz gedankt.

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Vor heimkehrenden Soldaten hat US-Präsident Obama das Ende des Militäreinsatzes im Irak als nationalen Erfolgsmoment gefeiert. Der Präsident lobte am Mittwoch auf der Militärbasis Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina die "außergewöhnlichen Errungenschaften" der USA in dem fast neunjährigen Einsatz. Zugleich gedachte er der mehr als 4.400 US-Soldaten, die in dem Krieg ums Leben kamen.
"Willkommen zu Hause", rief Obama der jubelnden Menge zu. Vor der Kulisse von Transportflugzeugen und wüstenfarbenen Armeefahrzeugen erinnerte der Präsident an das "Kämpfen und Sterben" und "Bluten und Aufbauen" der US-Soldaten, das schließlich zu diesem "Moment des Erfolges" geführt habe. Dank ihrer "Opfer" hätten die Iraker nun ihr eigenes Schicksal in der Hand.
"Wir hinterlassen einen souveränen, stabilen und selbstständigen Irak, mit einer vom Volk gewählten Regierung", sagte Obama, der mit seiner Frau Michelle nach Fort Bragg gekommen war. "Und wir beenden einen Krieg nicht mit einer finalen Schlacht, sondern mit einem finalen Marsch nach Hause."
Obamas Vorgänger George W. Bush hatte im Frühjahr 2003 gegen heftigen internationalen Widerstand den Einmarsch in den Irak befohlen und Machthaber Saddam Hussein gestürzt. Rivalitäten zwischen den sunnitischen und schiitischen Bevölkerungsgruppen und ein Erstarken des Terrornetzwerks Al-Kaida beförderten eine Spirale der Gewalt, der Schätzungen zufolge mehr als hunderttausend irakische Zivilisten zum Opfer fielen.
Als Abgeordneter im Senat seines Bundesstaates Illinois hatte Obama den Einmarsch in den Irak einst als "dummen Krieg" bezeichnet und war 2008 mit dem Versprechen in den Präsidentschaftswahlkampf gezogen, den Militäreinsatz zu beenden. In seiner Rede erinnerte Obama nun daran, dass der Krieg "eine Quelle für große Kontroversen" in den USA gewesen sei.
Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 2007 rund 170.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Im Oktober hatte Obama den Abzug so gut wie aller Truppen bis Jahresende angekündigt. Der Termin steht offiziell bereits seit 2008 fest, im Sommer 2010 hatten die letzten US-Kampftruppen den Irak verlassen. Beide Regierungen führten aber Verhandlungen über den Verbleib tausender US-Soldaten zur Ausbildung einheimischer Sicherheitskräfte. Die Gespräche scheiterten, weil Bagdad den US-Militärs keinen Schutz vor Strafverfolgung gewähren wollte.
Der Irak hat in den vergangenen Jahren eigene Armee- und Polizeikräfte mit einer Stärke von mehr als 900.000 Mann aufgebaut, die künftig die Stabilität garantieren sollen.













