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Zuletzt aktualisiert: 11.12.2011 um 07:54 UhrKommentare

Berlakovich sieht "historischen Durchbruch"

Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) bezeichnete das Ergebnis des Klimagipfels als "historischen Durchbruch" und "Entscheidung für das Leben".

Es habe in Durban nach jahrelangem Stillstand "ein globales Zusammenrücken beim Klimaschutz" gegeben, so Berlakovich in der Nacht auf Sonntag in einem Telefongespräch mit der APA. Auch die durch die globale Erwärmung besonders gefährdeten Inselstaaten seien mit den Beschlüssen von Durban "sehr zufrieden".

Die Europäische Union habe einen "klaren Fahrplan" durchgesetzt. Eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe werde bis 2015 das neue Klimaschutzabkommen ausarbeiten, das dann 2020 in Kraft treten soll, so Berlakovich. Österreich und die anderen EU-Länder, die als einzige Treibhausgase einsparten, hätten mit Erfolg auf eine rechtliche Verbindlichkeit des neuen Abkommens gedrängt. Diesem sollen im Unterschied zum Kyoto-Protokoll auch die USA sowie Indien und China angehören, die große Verursacher von Treibhausgasen sind.

Der Umweltminister wies ferner darauf hin, dass beim Gipfel in Südafrika ein "Grüner Klimafonds" beschlossen wurde. Dieser werde nicht nur mit öffentlichen, sondern auch mit privaten Mitteln gespeist.

Der Klimasprecher der Umweltschutzorganisation Global 2000, Johannes Wahlmüller, sagte gegenüber der APA, der erfolgreiche Abschluss der Klimakonferenz mit einem Fahrplan für ein neues Abkommen, das erst 2020 in Kraft treten soll, sei "kein Grund zum Jubeln". Der Zeitplan sei "viel zu langsam". Ein "großes Manko" sei außerdem, dass "keine Erhöhung der Anstrengungen vereinbart wurden", die Treibhausgase zu verringern.


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