Misstöne Türkei-Israel bei World Policy Conference

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Die in Wien stattfindende "World Policy Conference" sorgt offenbar nicht in allen Fällen für bessere Verständigung angesichts globaler Herausforderungen: Wie türkische und israelische Medien am Samstag berichteten, ließ der türkische Präsident Gül seine Teilnahme an einem von Bundespräsident Fischer gegebenen Mittagessen ausfallen, weil der israelische Verteidigungsminister Barak daran teilnahm.
Dieser wieder habe sich revanchiert, indem er mit der israelischen Delegation die Konferenz verließ, bevor Gül dort sprach. Die israelische Tageszeitung "Haaretz" berichtet auf ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf das Büro Güls, man habe die Teilnehmerliste trotz vorheriger Anfragen erst am Donnerstagabend erhalten, worauf Gül entschieden habe, statt des Essens einen Besuch bei türkischen Einwanderern zu machen und auch ein Gruppenfoto verweigert habe.
Die Beziehungen der Türkei zu Israel sind seit längerer Zeit äußerst angespannt: Ankara fordert eine Entschuldigung für den Tod von neun türkischen Aktivisten bei der Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte durch israelische Soldaten im Mai 2010. Weil sich die israelische Regierung weigert, wies Ankara Anfang September den israelischen Botschafter aus.












