Zwei Tote nach Israelischem Angriff in Gaza-Stadt
Bei einem israelischen Luftangriff sind am Donnerstag im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Die beiden Todesopfer seien in einem Auto auf einer viel befahrenen Straße in Gaza-Stadt unterwegs gewesen. Das Fahrzeug sei von einem Geschoß getroffen worden und in Flammen aufgegangen, sagten Augenzeugen und Rettungssanitäter.
Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Jihad teilte mit, es habe sich um zwei ihrer Mitglieder gehandelt. Die israelische Armee bestätigte den Angriff. Es habe sich um einen Schlag gegen ein Terrorkommando gehandelt, das einen Anschlag vorbereitete.
Nach den israelischen Angaben war einer der Getöteten jedoch ein Mitglied der Al-Aksa-Brigaden, des bewaffneten Arms der gemäßigteren Organisation Fatah von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas im Westjordanland. Es habe sich um Ismail Batash gehandelt, der an mehreren Terroranschlägen gegen Israelis beteiligt gewesen sei, darunter ein Selbstmordanschlag 2007 in Eilat mit drei Toten.
In Jerusalem drohen unterdessen neue Spannungen zwischen Juden und Muslimen wegen umstrittener Bauarbeiten am Tempelberg. Die israelische Stadtverwaltung ordnete eigenen Angaben vom Donnerstag zufolge die Schließung einer Holzrampe an, die zum Maghrebiner-Tor führt, dem einzigen Zugangstor für Nicht-Muslime zur Al-Aksa-Moschee.
Die instabile Konstruktion sei eine "Gefahr für die öffentliche Sicherheit", erklärte ein Sprecher. Die Holzrampe könne sich entzünden und so auch betende Frauen an der Klagemauer gefährden. Die Rampe führt vom Vorplatz des für Frauen reservierten Drittels der Klagemauer zum Tempelberg, auf dem die Moschee steht.
Die Stiftung zur Verwaltung muslimischer Güter (Waqf) wiederum erklärte, das Maghrebiner-Tor liege in ihrem Verantwortungsbereich. Der Zugang könne "innerhalb weniger Tage restauriert werden, wenn Israel das anordnet".












