Syriens Opposition macht mobil

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Nach den mit Erstaunen aufgenommenen Äußerungen von Syriens Staatschef Bashar Assad zu den Protesten in seinem Land verschärft die Opposition den Druck auf die Führung in Damaskus. Für Freitag rief die Bewegung zu neuen Massenprotesten und für Sonntag zu einem "Streik der Würde" auf. Die US-Regierung warf Assad nach seinem Interview mit dem US-Sender ABC News Realitätsverlust vor.
Die "Mörder" müssten "gestürzt" werden, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der örtlichen Koordinierungskomitees zum Aufruf zu Protesten im ganzen Land, die im Internetnetzwerk Facebook veröffentlicht wurde. Für Sonntag, den ersten Tag der syrischen Arbeitswoche, riefen die Komitees zu einem Generalstreik auf, welcher der "erste Schritt eines umfassenden zivilen Ungehorsams" sein solle.
Assad hatte in seinem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit ABC News jede Verantwortung für die blutige Unterdrückung der Proteste von sich gewiesen und auch bestritten, die Tötung von Demonstranten befohlen zu haben. US-Außenamtssprecher Mark Toner sagte dazu am Mittwoch, Assad habe entweder "jegliche Macht verloren oder sich komplett von der Realität abgekoppelt".
In Syrien hielt die Gewalt unterdessen an. Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden in der Provinz Homs mindestens sieben Zivilisten von Sicherheitskräften getötet, darunter eine Frau. Acht Menschen seien verletzt worden, als regierungstreue Kräfte "blind auf Einwohner geschossen" hätten.
Ebenfalls in Homs gab es am Donnerstag zudem eine schwere Explosion an einer Ölpipeline, für die sich Regierung und Opposition gegenseitig verantwortlich machten. Eine "Terrorgruppe" habe die Pipeline beschädigt, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana. Die oppositionellen Koordinierungskomitees erklärten hingegen, Sicherheitskräfte hätten die Pipeline "bombardiert".
Laut einem Bericht, den die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter in London veröffentlichte, soll das syrische Regime bei Verhören mutmaßlicher Regimegegner in den vergangenen Monaten Foltertechniken benutzt haben, die das Vorstellungsvermögen der meisten Menschen übersteigen. Unter anderem wurde von der "Katzenfolter" berichtet. Dabei wird ein Gefangener nackt zusammen mit einer Katze in einen großen Sack gesperrt. Diese Technik werde vor allem benutzt, um Frauen zum Reden zu bringen, hieß es.












