Drei grüne Chef-Bewerber
Eigentlich ist es eine Überraschung: Denn die Frage, wer in den Kärntner grünen Reihen dem Landessprecher Rolf Holub nachfolgt, wird jetzt doch spannend. Am 17. Dezember findet die Landesversammlung in Villach mit der Obmann-Wahl statt.

Foto © Phino, KK (2)Matthias Köchl überrascht mit Kandidatur. Frank Frey meldete Kandidatur als Erster an. Steuerberater Reinhard Lebersorger tritt an.
Holub tritt nach neun Chef-Jahren nicht mehr an, er will sich als Abgeordneter nur noch der Landtagsarbeit widmen. Mit der Trennung von Partei- und Landtagsarbeit wollen sich die Grünen eine Doppelspitze verschaffen.
Dass Frank Frey, der engagierte Landesparteisekretär, sich um die Obmannschaft bemüht, ist schon länger bekannt. Er kann durch seine Basisarbeit quer durch alle Bezirke mit breiter Bekanntheit in der Partei punkten und ist für klare, kantige bis angriffige Sprache bekannt.
Überrascht sind nun viele, dass doch auch Matthias Köchl antritt. Der selbstständige (Solar-)Unternehmer ist Experte für Elektromobile, er sitzt seit neun Jahren im Klagenfurter Gemeinderat. Obmann-Erfahrung hat der ehrgeizige junge Mann bereits: Er war bis 2007 zehn Jahre lang Chef der Klagenfurter Grünen. Zu hören ist, dass Köchl von den Bundes-Grünen motiviert wurde, zu kandidieren. Offensichtlich will man nicht Frey das Feld überlassen. Als dritter Kandidat tritt der Klagenfurter Steuerberater Reinhard Lebersorger an. Er ist Finanzreferent der Klagenfurter Grünen, sitzt im Vorstand.
Holub ist als Vorsitzender des Hypo-Untersuchungsausschusses mit der Fertigstellung des Endberichtes beschäftigt. Der sei in der Zielgeraden, informierte er gestern. Sobald die Antworten von Gutachtern da sind, werden diese in den Bericht eingearbeitet, dann gebe es den endgültigen Abschluss.












