Zunehmende Korruption in Österreich

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Österreich wird im Langzeitvergleich zunehmend als korruptes Land wahrgenommen. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten "Korruptionswahrnehmungsindex" (CPI) von Transparency International (TI) hervor. Mit 7,8 Punkten rangiert das Land derzeit im internationalen Vergleich auf Rang 16 auf einer 183 Länder umfassenden Liste. Somalia und Nordkorea bilden mit 1,0 das gemeinsame Schlusslicht.
Der Index bezieht sich auf eine Punkteskala von null (Wahrnehmung umfassender Korruption) und zehn (völlige Korruptionsfreiheit) und misst die Einschätzung der Verbreitung von Korruption im gesamten staatlichen Sektor durch Unternehmensberatungsagenturen und das Management international tätiger Unternehmen.
Österreich verlor in den vergangenen sechs Jahren an Boden. Von Rang zehn 2005 auf Rang 16 im heuerigen Jahr. Verglichen mit auch demokratisch hoch entwickelten Industriestaaten sei Österreich heuer "nur mehr im eher schlechten Mittelfeld" platziert. TI attestiert Österreich daher ein "beständiges leichtes Absinken". Die Organisation rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, wenn die Politik nicht "unverzüglich" und "energisch" gegensteuert. Der Abwärtstrend im Wahrnehmungsindex hat allerdings auch damit zu tun, dass seit 2006 Korruptionsaffären hierzulande "mit zunehmender Intensität" diskutiert würden, hält TI fest.
Neuseeland erreichte 9,5 Punkte und ist damit das Land, in dem es am wenigsten korrupt zugeht. Die EU-Länder Finnland und Dänemark (je 9,4) sind dem Spitzenreiter dicht auf den Fersen. Österreich liegt mit Barbados und Großbritannien auf Rang 16. Von den großen Staaten liegen Deutschland und Japan auf Platz 14, die USA kommen auf Platz 24. China erreichte den 75. Rang, Russland verbesserte sich vom 154. auf den 143. Rang.












