Israels Staatspräsident Peres besucht Amman
Der israelische Staatspräsident Peres hat am Montag überraschend den jordanischen König Abdullah II. in Amman besucht. Das jordanische Königshaus teilte mit, bei dem nicht angekündigten Gespräch sei es um Möglichkeiten gegangen, den blockierten Friedensprozess in Nahost wieder in Gang zu bringen.
Der jordanische Monarch forderte den Angaben zufolge im Gespräch mit Peres, Israel müsse alle einseitigen Schritte unterlassen, vor allem den Siedlungsausbau in den Palästinensergebieten. Die israelischen Siedlungsaktivitäten seien "ein echtes Haupthindernis auf dem Weg zu einem Frieden". Die Palästinenser fordern als Bedingung für eine Wiederaufnahme der seit mehr als einem Jahr brachliegenden Gespräche einen neuen Siedlungsstopp sowie eine Festlegung der Grenzen von 1967 als Ausgangspunkt für Verhandlungen. Israel lehnt beides ab und fordert Verhandlungen ohne Vorbedingungen.
Erst vor einer Woche war der jordanische König zu einem seltenen Überraschungsbesuch in das palästinensische Westjordanland gereist. Das Treffen mit Peres komme als Fortsetzung der Gespräche des Monarchen mit dem Palästinenserpräsidenten Abbas, bei dem es auch um den Friedensprozess ging. Peres sei kurz vor der Abreise von Abdullah II. zu einem Besuch in Deutschland nach Amman gekommen. Auch bei Gesprächen des jordanischen Königs mit Bundeskanzlerin Merkel am Dienstag sollten die Bemühungen um neue Friedensverhandlungen in Nahost zur Sprache kommen, teilte der Königspalast mit.
Der israelische Ministerpräsident Netanyahu sagte unterdessen am Montag nach Medienberichten: "Wir hoffen, dass wir den Friedensvertrag mit Ägypten stabilieren können und arbeiten daran gemeinsam mit den USA." Israel fürchtet seit dem Sturz des Verbündeten Mubarak in Ägypten die mögliche Machtübernahme eines Islamistenregimes.












