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Zuletzt aktualisiert: 27.11.2011 um 17:40 UhrKommentare

Putin mit 100 Prozent gekürt

Foto © APA

Der russische Regierungschef Putin hat sich mit 100 Prozent der Stimmen zum Kandidaten der Präsidentenwahl 2012 küren lassen und dem Ausland Einmischung in den Wahlkampf vorgeworfen. "Fremde Mächte" würden Oppositionelle dafür bezahlen, den Wahlkampf zu "manipulieren", sagte Putin am Sonntag vor 11.000 Delegierten im Moskauer Luschniki-Sportpalast. Das Staats-TV übertrug die Entscheidung live.

Der ebenfalls anwesende aktuelle Staatschef Medwedew warf der Opposition in seiner Rede "Hetze und Lügen" vor. Eine Woche vor der Parlamentswahl galt der pompöse Parteitag von Geeintes Russland als wichtiger Stimmungstest. Putin saß bereits von 2000 bis 2008 im Kreml. Präsident Medwedew soll in einem geplanten Postentausch Putins Amt als Regierungschef übernehmen. Dazu geht Medwedew am nächsten Sonntag als Spitzenkandidat von Geeintes Russland in die Parlamentswahl.

Demonstrativ schritt das "Machttandem" Putin und Medwedew zu Beginn des Treffens Schulter an Schulter in den Sportpalast. 100 Prozent der ausgegebenen 614 Stimmzettel seien mit einen Votum für Putin zurückgekommen, sagte Funktionär Boris Gryslow als Koordinator des Parteitags. Die Dankesrede des Regierungschefs wurde immer wieder von "Russland, Russland"- und "Putin, Putin"-Sprechchören seiner Anhänger unterbrochen. Es gebe in Russland "keinen erfolgreicheren, erfahreneren und beliebteren Politiker" als Putin, sagte Medwedew.

Der Parteitag war Moskauer Medien zufolge vorverlegt worden, damit er Geeintes Russland vor der Duma-Wahl Rückenwind verleiht. Aktuellen Umfragen zufolge droht der Partei im Parlament der Verlust ihrer verfassungsverändernden Zwei-Drittel-Mehrheit. Geeintes Russland wird in der Öffentlichkeit zunehmend als Heimat von Bürokraten wahrgenommen und als "Partei der Gauner und Diebe" beschimpft. Die Opposition kritisiert den geplanten Ämtertausch als "Betrug".

Quelle: APA

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