"Österreich ist und bleibt ein Einwanderungsland"
Eine neue Studie bescheinigt Österreich Fortschritte bei der Integration in den Arbeitsmarkt, aber die zentrale Zuständigkeit fehlt. Sozialminister Hundstorfer (SPÖ) verspricht Abhilfe.

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Die gute Nachricht: Die Einbindung von Zuwanderern am österreichischen Arbeitsmarkt hat in der Vergangenheit schon schlechter funktioniert. Das, obwohl der Anteil an Migranten im erwerbsfähigen Alter mit 17 Prozent im internationalen Vergleich hoch ist. Das zeigt eine OECD-Studie. "Die Entwicklung geht in die richtige Richtung", sagt der zuständige OECD-Vizedirektor, Stefano Scarpetta.
Die schlechte Nachricht: Im Vergleich mit den anderen untersuchten Ländern gibt es in Österreich noch viel Aufholbedarf. Kritisiert wird etwa, dass in Österreich zu viele politische Stellen für Migration zuständig sind, anderswo sind diese Aufgaben in einem Amt gebündelt. Auch würden über die Lebensumstände der Zuwanderer zu wenig detaillierte Daten vorliegen. Und: Viele ausländische Arbeiter und Fachkräfte seien deutlich überqualifiziert. Selbst mit einem österreichischen Diplom in der Tasche hätten sie viel weniger Chancen auf einen guten Job als Österreicher. Beunruhigend ist auch die Arbeitslosigkeit: Davon sind neun Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Zum Vergleich: Der Österreichschnitt liegt derzeit bei 3,4 Prozent.
Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) verspricht Abhilfe. Ab 2013 soll es ein übergeordnetes "Bundesamt für Asyl und Migration" geben, jugendliche Zuwanderer will er künftig durch gezielte Programme besser fördern. Der OECD-Bericht bestätigte, dass Migranten "keinem Arbeitsplätze wegnehmen", erklärt Hundstorfer, um sich grundsätzlich festzulegen: "Österreich ist und bleibt ein Einwanderungsland."













