Für starke oder weniger starke Frauen
Die ÖVP drängt stark für höheres Pensionsalter der Frauen, die SPÖ bremst.

Foto © APA
WIEN. Der Vorstoß Sozialminister Rudolf Hundstorfers, über die raschere Angleichung des Normpensionsalters der Frauen (60 Jahre) an das der Männer (65) zu diskutieren, beflügelt die ÖVP. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Seniorenobmann Andreas Khol begrüßten den Vorstoß.
Parteilinie ist laut Frauenchefin Dorothea Schittenhelm, dass Mütter zum Ausgleich pro Kind volle vier Jahre Pensionsanspruch bekommen müssen. Ridi Steibl, die Familiensprecherin, plädiert für ein behutsames, aber bestimmtes Vorgehen. Das jetzige Pensionsalter verhindere, "dass Frauen eine gute Pension bekommen". Damit positioniert sich die ÖVP als Fürsprecherin erfolgreicher, starker Frauen, die das derzeitige System benachteiligt.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) begründet ihren Widerstand gegen Gleichstellung in diesem Bereich primär mit der möglichen Gefahr der Arbeitslosigkeit älterer, weniger gut ausgebildeter Frauen.












