US-Wahlkampf: Republikaner uneinig in Außenpolitik

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Sechs Wochen vor Beginn der Vorwahlen haben die republikanischen Bewerber um die US-Präsidentschaft ungewohnt klare Differenzen an den Tag gelegt. In einer Debatte auf CNN stritten die acht Anwärter für die Kandidatur ihrer Partei am Dienstag über Kernfragen der US-Außenpolitik. Einigkeit erzielten sie lediglich in ihrer Kritik an der Führungsstärke von US-Präsident Obama auf der Weltbühne.
Die Frage des Tempos beim Truppenabzug aus Afghanistan entzweite das Bewerberfeld ebenso wie das Thema, wie im Anti-Terror-Krieg mit der unzuverlässigen Atommacht Pakistan umzugehen sei. Dass der texanische Gouverneur Rick Perry eine Einstellung sämtlicher US-Hilfszahlungen an das Land fordert, nannte die Kongressabgeordnete Michelle Bachmann "hochgradig naiv". Die USA müsse Pakistan eng an sich binden, um das Terrornetzwerk Al-Kaida daran zu hindern, an Nuklearwaffen zu kommen, sagte sie.
Bei der Fernsehdebatte warnte der frühere Chef des US-Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, eindringlich vor den Gefahren für die nationale Sicherheit. "Wir alle sind für den Rest unseres Lebens in Gefahr", sagte Gingrich. Einer neuen Umfrage zufolge führt er derzeit das Feld der Bewerber vor dem Ex-Gouverneur Mitt Romney an.
Gingrich machte sich für eine Verschärfung der geltenden Anti-Terror-Maßnahmen stark. Der umstrittene sogenannte Patriot Act war im Mai vom US-Kongress bis 2015 verlängert worden. Dagegen argumentierte einer von Gingrichs sieben Konkurrenten, Ron Paul, die Freiheit dürfe niemals der Sicherheit geopfert werden. Die Anti-Terror-Maßnahmen seien im Gegenteil "unpatriotisch", sagte der für seine liberalen Positionen bekannte Texaner.
Bei der von CNN-Moderator Wolf Blitzer moderierten Debatte ging es auch um den Iran. Hier warf Romney US-Präsident Obama vor, er sei "unfähig zu einer starken Politik". Newt Gingrich erklärte gar, er könne den Iran innerhalb eines Jahres "brechen", wenn Verbündete zusammenarbeiten würden.
Bei der elften TV-Debatte zeigte sich, dass die Bewerber offenbar nervöser wurden. Sie sorgten mit einigen Versprechern und Wissenlücken für Lacher im Publikum.












