Syrische Soldaten schossen auf türkischen Bus
Syrische Soldaten haben am späten Sonntagabend auf einen Bus mit türkischen muslimischen Pilgern gefeuert, die auf dem Rückweg von Mekka in die Türkei waren. Laut Berichten türkischer Sender kam das Fahrzeug nahe der Stadt Homs von der Route ab und wurde daraufhin angehalten. Der Fahrer und ein Pilger wurden durch Schüsse verletzt und zur Behandlung in die Türkei gebracht.
Unterdessen geht das Morden an der Zivilbevölkerung durch syrische Truppen weiter. Soldaten und Angehörige der Sicherheitskräfte haben am Montag nach Angaben von Aktivisten bei Hausdurchsuchungen mindestens vier Menschen getötet. In den Städten Homs und Kusseir im Zentrum des Landes seien jeweils zwei Menschen erschossen und mehrere weitere verletzt worden. In der Provinz Hama belagerten Soldaten demnach mehrere Ortschaften und verstärkten dort ihre Präsenz. In der Provinz Idleb im Nordwesten waren Dutzende von Militärfahrzeugen zu sehen, anhaltendes Maschinengewehrfeuer war zu hören.
Am Wochenende hatte Syriens Staatschef Assad erklärt, er werde sich dem internationalen Druck nicht beugen. Er sei im Falle einer ausländischen Militärintervention bereit, zu kämpfen und zu sterben, sagte Assad der britischen "Sunday Times". Ein Ultimatum der Arabischen Liga zur Beendigung der Gewalt gegen Oppositionelle ließ er verstreichen. Die Liga hatte Syrien mit Wirtschaftssanktionen gedroht, sollte das Regime nicht bereit sein, 500 arabische Beobachter ins Land zu lassen.












