Papst kritisiert Überheblichkeit gegenüber Afrika

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Papst Benedikt XVI. hat ein überhebliches und von Vorurteilen geprägtes Verhalten des Westens gegenüber Afrika kritisiert. Über den Kontinent werde häufig nur "im schulmeisterlichen Ton des Moralpredigers" oder aus dem Blickwinkel des "neugierigen Ethnologen" gesprochen, sagte der Papst laut Kathpress am Samstag, dem zweiten Tag seines Besuchs im westafrikanischen Benin.
Man sehe stets nur das, was in Afrika nicht funktioniere, so Benedikt XVI. in seiner Rede vor Regierungsvertretern und religiösen Führern in Cotonou. Ebenso bedenklich wie dieser Pessimismus sei die Reduzierung Afrikas auf ein leicht auszubeutendes Rohstoffreservoir. Diese Sichtweisen seien "verkürzt und respektlos". Der Papst wandte sich überdies gegen eine Bevormundung der afrikanischen Länder. Experten zwängen diesen oft Vorschläge auf, die wenig brauchbar seien.
Benedikt XVI. rief zudem die afrikanischen Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zu einem moralisch verantwortlichen Handeln auf. "Beraubt eure Völker nicht der Hoffnung! Zerstört ihre Zukunft nicht, indem ihr ihre Gegenwart verstümmelt", sagte Benedikt XVI. Die Völker dürften nicht von ihren Machthabern manipuliert werden. Jedes Volk wolle verstehen, welche politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen in seinem Namen getroffen würden. Gegenwärtig seien jedoch Skandale, Ungerechtigkeiten, Korruption und Gewalt nicht nur in Afrika weit verbreitet, so der Papst.












