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Zuletzt aktualisiert: 18.11.2011 um 17:01 UhrKommentare

Papst Benedikt XVI. auf Besuch im Benin

Foto © APA

Papst Benedikt XVI. ist am Freitag zu einem 48-stündigen Besuch im westafrikanischen Staat Benin eingetroffen. Präsident Thomas Boni Yayi sowie die Bischöfe des Landes begrüßten Benedikt XVI., der in seiner Begrüßungsansprache zu einem besonnenen Übergang Afrikas in die Moderne aufrief. Im Anschluss an die Begrüßungsrede fuhr der Papst mit dem Papamobil zur Kathedrale von Cotonou.

Hunderttausende Beniner jubelten ihm von der Straße her zu, meldete Kathpress. Der Papst hatte auf seinem Flug von Rom Afrika als "spirituelle Lunge der Welt" gewürdigt, auf deren Lebenskraft man zählen könne. Der Kontinent habe "große Probleme und Schwierigkeiten, aber die ganze Welt hat große Probleme und Schwierigkeiten", sagte er. In Afrika findet sich nach den Worten von Benedikt XVI. ein frischer Humanismus, der Kontinent habe Reserven an Vitalität für die Zukunft.

Die Moderne dürfe niemandem Angst machen, sagte der Papst in seiner Ansprache nach der Ankunft auf dem Flughafen von Cotonou. Auf dem Weg in die Zukunft dürfe jedoch die Vergangenheit nicht vernachlässigt werden.

Es gelte mit Bedacht jene Gefahren zu meiden, die "mörderisch werden können", etwa "eine unbedingte Unterwerfung unter die Gesetze des Marktes oder der Finanzwelt" oder Nationalismus, hob der Heilige Vater hervor. Ebenso verhindert werden müssten eine "Politisierung religiöser Spannungen", ein "verbittertes und unfruchtbares" Stammesdenken und eine Auflösung moralischer Werte. Grundlage für den Weg in die Moderne müssten stattdessen anerkannte Tugenden und Werte wie Gerechtigkeit, die Würde der Person sowie der Schutz des Lebens und der Familie bilden.

In Benin leisteten die traditionellen Stammesoberhäupter einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Landes, sagte der Papst in seiner Ansprache weiter. Zum Abschluss seiner Rede sagte der Papst den Satz "Gott segne Benin" in der Landessprache Fon. Diese ist Hauptverkehrssprache im südlichen Benin und wird von etwa 1,7 Millionen Menschen gesprochen. Auch in Teilen der Elfenbeinküste, Burkina Fasos, Togos und des Niger ist Fon verbreitet.

Anlass der Reise von Benedikt XVI. ist die Veröffentlichung des Schlussdokuments der Afrikasynode von 2009. Der Text soll am Samstag unterzeichnet und am Sonntag bei einer Messe im Stadion von Cotonou den Bischöfen Afrikas übergeben werden. Benedikt XVI. war bereits einmal zuvor in Afrika. Im März 2009 besuchte er Kamerun und Angola.

Quelle: APA

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